„Vegane Kinderernährung ist eine Form der Körperverletzung“


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Bild: wn.com
Debatten über gesundes Essen und Veganismus bestimmen den Zeitgeist und nehmen immer wieder sakrale Züge an. Der Diplom-Ökotrophologe Uwe Knop widerspricht der neuen Ernährungsreligion.

Von Reinhard JellenTELEPOLIS

Herr Knop, Sie bezweifeln die Ergebnisse von Ernährungsstudien, die herausgefunden haben wollen, dass veganes Essen gesünder ist. Warum?

Uwe Knop: Weil kein einziger Beweis existiert, dass irgendeine Ernährung gesünder ist als die andere. Ernährungswissenschaften liefern nur Hypothesen, die niemals überprüft werden können: Denn man kann keine Studien durchführen, die Beweise liefern, weil diese placebokontrolliert und randomisiert sein müssen.

Allein der sehr wichtige Studienfaktor Randomisierung – also das zufällige Verteilen der Menschen in die Studiengruppen, damit diese vergleichbar sind – ist unmöglich: Denn welcher normale Esser hört schon gerne: „Sie sind in die vegane Gruppe gelost worden und dürfen jetzt fünf Jahre lang während der Studienlaufzeit keine tierischen Lebensmittel essen und trinken.“ Umgekehrt will man sich den Aufschrei der Empörung gar nicht vorstellen: Ein Veganer wird in die Allesesser-Gruppe randomisiert …

Auch wenn in manchen Studien beobachtet wurde, dass Veganer gesünder seien und länger lebten: Die Gründe, warum das so war, die sind vollkommen unbekannt – die Confounder lassen grüßen! Confounder sind die unbekannten Einflussfaktoren des Lebens, die jedes Ergebnis von Beobachtungsstudien, sei es noch so „reingerechnet“ nichtig machen.

Ob es also die Ernährung war oder der Verzicht auf Drogen und Sex, schlechter Schlaf wegen Blähungen oder gänzlich unbekannte Gründe oder Abgründe veganen Lebensstils – kein Mensch weiß es. Wie in der Ernährungsforschung üblich gibt es natürlich auch Studien, die genau das Gegenteil von gesund zeigen: Veganer haben ein höheres Thrombose- und Gefäßverkalkungsrisiko aufgrund diverser Nährstoffmängel.

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2 Comments

  1. Rolo, Veganismus ist eine Frage des gehirns, nicht des Magens. Es geht dabei nicht um gesundheit, sondern um Ethik. Und Ethisch sind die Unveganer nunmal auf Cromagnonniveau stehengeblieben.

    Was den obskuren Artikel angeht, nicht vegane, sondern unvegane Kinderernährung ist Körperverletzung: Siehe http://veganekinder.de/faq

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  2. Veganertum ist möglicherweise auch ein Zweig der humanen Evolution. Hier entwickelt sich, ähnlich wie einst bei der Entwicklung verschiedener Primatenrichtungen, „Irgendetwas“ wieder zurück. Da Zeit (universell gesehen) im Überfluss vorhanden ist darf man annehmen, dass sich die Nachkommen der heutigen Veganer irgendwann wieder auf den Bäumen ihr Stelldichein geben werden. 😉 (Devise: „Hauptsache gesund“ !) 🙂 oder doch 😦 ?

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