Kirchenrechtler: Tebartz-van Elst muss finanzielle Wiedergutmachung leisten


Bild: @Kiwi_Gold/twitter
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Der Kirchenrechtler Thomas Schüller rechnet damit, dass der emeritierte Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst einen Teil seines Ruhestandsgehaltes für Wiedergutmachung verwenden muss. Eine entsprechende Klage auf Schadensersatz sei in Vorbereitung und werde von den vatikanischen Gerichten erwartet, sagte Schüller in einem Interview dem SWR-Magazin „zur Sache Rheinland-Pfalz!“.

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Ein Bischof könne nur beim höchsten römischen Gericht, der Sacra Rota, auf Schadensersatz verklagt werden, erläuterte der Direktor des Instituts für Kanonisches Recht der Universität Münster.

Papst Franziskus hatte im März den Rücktritt von Tebartz-van Elst angenommen und den Paderborner Weihbischof Manfred Grothe als Apostolischen Administrator der Diözese eingesetzt. Zuvor war Tebartz-van Elst nach heftiger öffentlicher Kritik an den explodierenden Baukosten für seine Residenz und an seinem autoritären Führungsstil vom Papst beurlaubt worden.

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1 Comment

  1. Wie geil ist das denn? Er wird für das „Verbrechen“, Kirchensteuergelder verprasst zu haben, damit bestraft, dass er einen Teil des vom nicht-Kirchensteuer-Bezahler[*] finanzierten Ruhegehalts der Kirche zukommen lassen muss?

    *: letztendlich bezahlen die Kirchensteuerzahler auch ihren Anteil, aber eben NICHT über die Kirchensteuer und weniger als nicht-Kirchensteuer-Zahler. Im Gegentum können sie ja sogar ihre Kirchenbeiträge von der allgemeinen Steuer absetzen. Frechheit.

    In meinem nächsten Leben werde ich Kirche (oder Finanzamt).

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