Religiöses Versuchslabor in Berlin


foto: epa / paul zinken Die „Väter“ des Projekts: Pfarrer Gregor Hohberg, Rabbiner Tovia Ben-Chorin, Imam Kadir Sanci (v. li.).
Ein weltweit einmaliges Gotteshaus entsteht in Berlin. Christen, Juden und Muslime werden dieses „House of One“, wie sie es selbst nennen, gemeinsam nutzen. Und alle drei versichern: Wir wollen einander besser verstehen, aber keiner soll den anderen missionieren.

Von Birgit BaumannderStandard.at

Man darf es ruhig sagen: Der Petriplatz in Berlin-Mitte, immerhin nach dem heiligen Petrus benannt, ist kein schöner Ort. Neben der mehrspurigen Gertraudenstraße wuchert das Unkraut zwischen staubigen Steinen, am Bauzaun sammeln sich die Bierdosen.

Dennoch strahlen der evangelische Pfarrer Gregor Hohberg, Rabbiner Tovia Ben-Chorin und Imam Kadir Sanci um die Wette. In der Hand halten sie drei Grundsteine, die etwas ganz Neues begründen sollen: ein Gotteshaus, in dem alle drei Weltreligionen neben- und miteinander Platz finden sollen.

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