Riskantes Spiel mit Mutter Natur


Verena Winiwarter, Hans-Rudolf Bork Geschichte unserer Umwelt Verlag: Primus, Darmstadt 2014 ISBN: 9783863120696 39,95 €
Es muss ein entsetzlicher Anblick gewesen sein, als der Cuyahoga-River in Cleveland (USA) wieder einmal in Flammen stand. Der Fluss wurde seit dem 19. Jahrhundert so stark durch Öl und Industrieabfälle verschmutzt, dass sich auf seiner Oberfläche immer wieder eine brennbare Schicht bildete.

Von Martin SchneiderSpektrum.de

Doch erst der Brand von 1969, über den das Nachrichtenmagazin „Time“ berichtete, schreckte die Öffentlichkeit auf – vermutlich auch deshalb, weil sich die Region damals bereits im industriellen Niedergang befand. In den Jahrzehnten zuvor, als die Industrie noch florierte, konnten die wiederkehrenden Feuer nicht ins öffentliche Bewusstsein dringen, schreiben Verena Winiwarter und Hans-Rudolf Bork – denn die Wahrnehmung der Öffentlichkeit sei stets interessengelenkt. Winiwarter ist Professorin für Umweltgeschichte und leitet das Zentrum für Umweltgeschichte der Universität Klagenfurt; Bork arbeitet als Professor für Ökosystemforschung an der Universität Kiel.

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3 Comments

  1. @rhenus
    http://en.wikipedia.org/wiki/Texas_City_disaster
    Das in Texas City war die größte Explosien – Atombomben ausgenommen – die jemals Menschen verusacht haben. Bis in 40 km Entfernung sind die Scheiben zu Bruch gegangen, in 100 km Entfernung war die Schockwelle zu spüren. Selbst die Explosion in Halifax im Krieg mit einigen Tausend Toten war klein dagegen.

    Auch in unserer Firma, der ETHYL Corp als Nr. 200 der größten Firmen der Welt, sind wie in Baton Rouge ganze Fabrikanlagen in die Luft geflogen, dass man hinterher sogar die Fundamente suchen mußte. Das erzeugte Endprodukt war chemisch instabil, zerfiel bei Wärme über 300 °C und BUMM. Kein Büro in oder an der Produktionsanlage hatte Türen oder Fenster zu Fabrikseite – es hätte sonst viel mehr Tote gegeben.

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  2. @rhenus
    Eine Plant meines ex-Arbeigebers war in Houston Pasadena direkt an der künstlichen Wasserstraße nach Houston. Die ganze Gegend um Galveston und Texas City herum ist vol mit Raffinerien und Chemieanlagen. Es hat dort öfters Riesenfeuer gegeben, die über Tage brennen

    In der Anlage des Arbeitgebebers wurden jährlich um 100.000 Tonnen hochgiftige flüssige Chemikalien mit einer tödichen Dosis on 0,1 Gramm hergstellt, hauptsächtlich auf Tankschiffe verladen und in die Welt versandt,.In Europa wurden 50.000 Tonnen/Jahr verkauft

    Es war eine eingeübte Prozedur des Sicherheitsdienstes im Werk, wer ins Wasser des Kanals fiel, der wurde auf schnellstem Weg in eine Spezialklinik gefahren, die mit tödlichen organischen Nervengiften vertraut war. Im Vergleich dazu ist ein wenig brennendes Wasser geradezu harmlos

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  3. Treffen sich zwei Planeten im All – fragt der eine Planet den anderen:
    „Wie gehts?“ – „Gut“ : sagt der andere: „und selbst“? „… „Nur bei mir gibt es Menschen“…“Das geht vorbei“ sagt der andere… 😉 😉 😉

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