Katholischer Publizist in Polen skandalisiert Abtreibung bei vergewaltigtem Kind


fronda.pl, Screenshot:bb
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Er tritt in Polen immer wieder öffentliche Diskussionen rund um das Thema Katholizismus los – Tomasz Terlikowski.

Deutschlandradio Kultur

Die Äußerungen des Chefredakteurs der Onlinezeitschrift „Fronda“ bei einer Fernsehdebatte haben jetzt für Kritik gesorgt. Es geht um ein elfjähriges Mädchen, das von ihren Cousins vergewaltigt wurde. Die Eltern setzten per Gericht das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch in Polen durch. Terlikowski erklärte, es gebe keinen Anlass zum Mord an einem ungeborenen Kind. Eine Abtreibung sei auch in diesem Fall absurd. Die linke Europa-Abgeordnete Joanna Senszyn, die sich für Gleichberechtigung der Geschlechter einsetzt, kritisierte, der katholische Publizist wolle sich nur wichtig machen. Ob die Schwangerschaft des Mädchens bereits abgebrochen wurde ist nicht bekannt.