Kirche trifft Vorsorge für den Fall sinkender Einnahmen


Bild: tilly
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Der Berliner evangelische Konsistorialpräsident Ulrich Seelemann sieht seine Kirche für die erwartete schlechtere Finanzausstattung gerüstet. Es sei langfristig Vorsorge getroffen worden angesichts rückläufiger Mitgliederzahlen und sinkendem Kirchensteueraufkommen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten, sagte der Chefjurist der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am Donnerstagabend bei einer Diskussion in Berlin.

Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Er gehe davon aus, dass Erträge aus Anlage- und Immobilienvermögen künftig eine stärkere Rolle bei der Finanzierung kirchlicher Arbeit zukomme.

Der Chefjurist der evangelischen Landeskirche verteidigte das System der kirchlichen Finanzaufsicht. Die Mechanismen zur Selbstkontrolle in den Aufsichtsgremien funktionierten in aller Regel sehr gut. Jede Organisationseinheit in der evangelischen Kirche habe nur einen Haushalt, und der sei transparent. Allerdings seien auch in der evangelischen Kirche Einzelfälle von Misswirtschaft wie etwa zuletzt durch riskante Anlagestrategien im Dekanat München oder in der rheinischen Landeskirche trotz aller Selbstkontrollmechanismen nie ganz auszuschließen.

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