Black Sabbath: Rührende Antichristlichkeit


Bild: blacksabbath.com
Ja, manche Fans müssen ihren Scheitel nachfärben, und Ozzy Osbournes Armgewedel hat inzwischen etwas von softer Wirbelsäulengymnastik. Trotzdem: Black Sabbath haben in Berlin nicht nur fast in Originalbesetzung gespielt – sondern auch so gut, dass man sie nicht aus den Augen lassen wollte.

Von Jenni ZylkaDER TAGESSPIEGEL

Alles fit, Ozzy? Rücken agil? Drogen weggesperrt? Nägel schwarz manikürt? Genügend Fledermäuse verputzt? Dann kann es ja losgehen mit Black Sabbath, den Satansbraten aus Birmingham, den ältesten Kinderschrecks der Hardrockgeschichte, die seit 1969 rocken – und auf der aktuellen Tour sogar fast in Originalbesetzung auftreten: Der gut gelaunte, agile, hoch motivierte Ozzy Osbourne, dazu Gitarrist Tony Iommi, der das Doommetalriff als solches erfunden hat, und Geezer Butler, dessen Finger über den Saiten seines tieffrequenten, verzerrten Basses nie zur Ruhe kommen.

Auf dem Podest der Wuhlheider Kindl-Bühne sitzt zudem wie ein tätowierter Mullah der 34-jährige, bärtige Tommy Clufetos und verprügelt seine Toms, als ob er sauer auf sie wäre: göttlich.

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