Friedensgebete Vatikan: ‚Hilf uns gegen das Volk der Ungläubigen!‘


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Bild: youtube.com
Jetzt musste auch „Radio Vatikan“ bestätigten, dass beim Friedensgebet ein nicht vorgesehenes Gebet eines muslimischen Geistlichen vorgetragen wurde.

kath.net

Beim Friedensgebet am Sonntag am Abend im Vatikan gab es offensichtlich definitiv ein nicht vorgesehenes „Gebet für die Ungläubigen“. Am Mittwoch hat jetzt offensichtlich auch Radio Vatikan (RV) dies bestätigt. Wie kath.net gestern berichtet hat, hat ein Imam – über das Programm hinausgehend – auf Arabisch die letzten drei Verse aus der zweiten Sure des Koran zitiert. In einer möglichen Übersetzung heißt dies: „Verzeih uns (Allah), vergib uns und erbarm dich unser! Du bist unser Schutzherr. Hilf uns gegen das Volk der Ungläubigen!“ In verschiedenden Internetforen gibt es darüber heftige Auseinandersetzungen. Der Islamwissenschaftler Pater Felix Körner, einem Jesuiten, der an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom lehrt, meint gegenüber RV zu dem Vorfall: „Dieser Vers, vielleicht spontan ausgesucht von jemandem, der dann auch auswendig den Koran vortrug, passte eigentlich sehr gut in den Gesamtzusammenhang des Friedensgebetes! Es gab immer drei Schritte bei den drei Religionen. Wir erkennen den Schöpfer an und preisen ihn, wir erkennen unsere Schuld an und bekennen sie, und wir bitten um das Geschenk des Friedens. Und all das kommt in diesen drei Koran-Versen sehr schön vor. Dir, Gott, gehört alles. Wir bereuen unsere Schuld und bitten um Vergebung. Und wir brauchen deine Hilfe, damit Frieden und Gerechtigkeit entstehen können. Das ist der Inhalt dieser drei Verse, und deshalb war das eine ganz nachvollziehbare Auswahl – vielleicht spontan getroffen, aber jedenfalls gut gewählt.“

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