Moldawien: Bischof wegen Homo-Beleidigung bestraft


Ein Gericht zeigt dem homophoben Bischof Marchel Grenzen der Meinungsfreiheit auf. Bild. queer.de
Ein moldawisches Gericht hat den orthodoxen Bischof Marchel zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er Homosexuelle beleidigt hatte. Außerdem muss sich der Geistliche öffentlich für seine Aussagen entschuldigen.

QUEER.DE

Marchel muss für „moralische Schäden“ 10.000 Moldau-Leu (530 Euro) an die LGBT-Gruppe GenderDoc-M bezahlen. Auch die Gerichtskosten in Höhe von 12.000 Leu (640 Euro) muss der Geistliche tragen.

Hintergrund ist eine diskriminierende Äußerung Marchels vom September 2012: Damals setzte sich der Bischof für weitgehende Berufsverbote für Schwule und Lesben ein, etwa in Schulen oder im Krankenhaus. Begründung: „92 Prozent von ihnen sind HIV-Patienten“. Er erklärte weiter, dass er Homosexuelle „nicht auf der Straße sehen“ wolle.

weiterlesen