Die WM ist offen, auch für Gott—Christen-Blödsinn


Die Diözese St. Pölten plakatiert bis Mitte Juli großflächig Stadionatmosphäre mit verschiedenen Sujets. Bild: DiePresse.com
Sollen Christen für einen WM-Sieg ihrer Lieblingsmannschaft beten? Dazu haben die evangelische und die katholische Kirche ihre Mitglieder ermuntert. Aber mal im Ernst: Will Gott das wirklich?

Von Daniel Frickpro Medienmagazin

„Bitte, bitte, bitte mach‘, dass Deutschland die WM gewinnt.“ In diesen Tagen ist es leicht vorstellbar, dass dieses Gebet millionenfach gen Himmel fährt. Fußball ist ein Herzensanliegen, Wohl und Wehe des Seelenlebens mancher Fans hängt vom Auftritt der Lieblingsmannschaft ab. Scheidet Deutschland aus, droht die Theodizee-Frage: Kann man von einem gerechten Gott sprechen, wenn wir nach all den Versuchen in den vergangenen Turnieren wieder gut spielen, aber nicht gewinnen?

Sicher um derartiges zu vermeiden, haben die Sportbeauftragten der evangelischen und katholischen Kirche Christen ermuntert, für einen Sieg zu beten. „Wenn es ein Sieg sein soll, dann hört das der liebe Gott sehr gerne, und er weiß damit umzugehen“, sagte Bernhard Felmberg von der EKD. „Es ist ja Beten für eine gute Sache“, meint Sportbischof Jörg Michael Peters von der Deutschen Bischofskonferenz.

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1 Comment

  1. Waren denn „Spalten“ und „Anhänger aufeinander hetzen“ nicht immer schon christliches Kerngeschäft?
    😉

    Und wenn es nicht nur um Klamauk – sondern auch noch um viel Geld geht…können die Kirchen doch nicht abseits stehen? 😉

    Nicht Denken – Beten – sollen die Schäf’chen – koste es was es wolle? 😉

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