„Zwölf Stämme“ – Sektenmitglieder in Tirol vermutet


foto: epa So idyllisch sich die Gemeinschaft im bayrischen Klosterzimmern präsentiert, so wenig passen die Schilderungen des ehemaligen Mitglieds Christian Reip in das Bild.
Ein Aussteiger erzählt von Gewalterfahrungen in der Sekte „Zwölf Stämme“. Mitglieder der Gruppe sollen mit ihren Kindern vor wenigen Wochen nach Österreich gezogen sein, um die deutsche Schulpflicht zu umgehen.

Von PATRICK GUYTON,JULIA HERRNBÖCKderStandard.at

Einmal, so erinnert sich Christian Reip, habe er ein bisschen Zucker geklaut und gegessen. Die Erwachsenen der Gruppe hätten das Vergehen angeprangert und den Vater aufgefordert, sein Kind zu bestrafen. Dieser sei mit dem Sohn hinausgangen und habe ihn verprügelt. „Das Kind soll auf jeden Fall weinend zurückkommen, das erwarten die so“, erzählt Reip.

Szenen wie diese fallen dem heute 22-Jährigen massenweise ein, wenn er an seine Kindheit und Jugend in der Sekte „Zwölf Stämme“ denkt. Schläge in der Erziehung und Schulverweigerung – wegen dieser Dinge stand die urchristliche Gruppe in Deutschland schon lange in der Kritik.

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