Assassinen: Die skrupellosen Idole der (Selbst-) Mördersekte


Hassan Ibn Sabbah, der Alte vom Berg
Hasan Ibn Sabbah, der Alte vom Berg
Die Assassinen befolgten Geheimlehren, überzogen die islamische Welt mit einem Terrornetzwerk und scheuten sich nicht, mit Christen zu paktieren.

Von Heinz HalmDIE WELT

Der Bürgerkrieg in Syrien rückt merkwürdige Karrieren ins Rampenlicht. Zum Beispiel Scheich Bassim Ayachi. Der residiert in einem 700 Jahre alten Familienpalast unweit von Idlib im Nordwesten des Landes, wendet als Kadi die Scharia an und gewährt islamistischen Kämpfern aus aller Welt, die selbst den Terroristen von al-Qaida zu radikal sind, Unterschlupf.

Scheich Bassim Ayachi erinnert von ferne an eine Figur, die als „der Alte vom Berge“ durch die Geschichte geistert und in den verschiedenen Versionen des populären Computerspiels „Assassin’s Creed“ Wiederauferstehung feiert. Die Rede ist von Raschid ad-Din Sinan (um 1134-1192), einem Führer der sogenannten Assassinen, der Mördersekte, die im Zeitalter der Kreuzzüge im Nahen und Mittleren Osten ihr Unwesen trieb.

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