Sekten, Sumpf und Serienkiller


Detective Rust Cohle (Matthew McConaughey) versteht nicht, warum Menschen an die Bibel glauben Foto: Sky Deutschland/HBO
In „True Detective“ muss Oscar-Preisträger Matthew McConaughey den Mord an einer Prostituierten aufklären. Eigentliches Thema der düsteren Krimiserie ist aber die packende Auseinandersetzung unterschiedlicher Weltanschauungen – Christentum und Nihilismus.

Von Moritz Brecknerpro Medienmagazin

Eine Zeltevangelisation in Lousiana. Gospelmusik erklingt, der Prediger auf der Bühne spricht von den offenen Armen Jesu. Detective Rust Cohle (Matthew McConaughey) steht in der letzten Reihe und murmelt abschätzig: „Wie hoch kann der IQ dieser Leute sein?“ Sein Partner Marty Hart (Woody Harrelson) erwidert: „Kannst du von deinem hohen Ross bis Texas gucken? Was weißt du schon über diese Menschen?“

Das Gespräch, das sich zu einem philosophischen Diskurs über das Für und Wider des Glaubens entwickelt, manifestiert das Setting der Krimiserie „True Detective“. In ihr versuchen Cohle und Hart den Mord an einer jungen Prostituierten aufzuklären. Die Ermittlungen, die das Duo zu einem Wanderprediger und einer Kirchenruine führen, bilden zwar den roten Faden der achtteiligen Erfolgsserie aus den USA, viel spannender aber sind die gegensätzlichen Weltanschauungen, die in langen Dialogen aufeinandertreffen. In Deutschland dürfte die Serie schon bald im Free-TV laufen.

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