Alfred Russel Wallace: „Abenteuer am Amazonas und am Rio Negro“


Ausflugsschiffe am Zusammenfluss von Rio Negro (dunkel, rechts) und Amazonas (links, milchig braun), Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0
Er drang in Urwälder vor, die kein Europäer vorher gesehen hatte, und betrat damit auch wissenschaftlich Neuland. Parallel zu Charles Darwin entwickelte Alfred Russel Wallace eine Theorie zur Entstehung der Arten. Auf einer Expedition an den Amazonas und den Rio Negro fand er erste Indizien dafür.

Von Frank KasparDeutschlandradio Kultur

Alfred Russel Wallace ist fünfundzwanzig Jahre alt, gelernter Landvermesser und naturkundlicher Autodidakt, als er mit Henry Walter Bates im Frühjahr 1848 nach Südamerika reist. Die beiden jungen Männer sammeln Insekten, schießen im Auftrag eines Naturalienhändlers seltene Vögel und Vierbeiner. Aber Wallace verfolgt darüber hinaus ein eigenes Forschungsprogramm: Anhand von Naturbeobachtungen möchte er das Prinzip erkennen, „welches die unendlich vielfältigen Formen tierischen Lebens hervorbringt.“

Anders als Charles Darwin, der während seiner Reise mit dem Forschungsschiff „Beagle“ eher zufällig auf die Bausteine der später von ihm ausgearbeiteten Evolutionstheorie stieß, brach Wallace schon mit den richtigen Fragen auf: Er war bereits bei seiner Amazonas-Expedition ein „überzeugter Evolutionist auf der Suche nach weiteren Fakten“, betont der Herausgeber Matthias Glaubrecht im Nachwort.

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