„Österreich ist ein Warteraum für Terroristen“


foto: newald Rolf Tophoven diskutierte in Wien über islamistischen Terror
Der renommierte Terrorismusexperte Rolf Tophoven macht für die Faszination, die der Islamismus ausübt, vor allem gescheiterte Integrationspolitik verantwortlich. Warum der „Kampf gegen den Terror “ neue Terroristen hervorbringt, erzählte er hier.

Interview Julia HerrnböckderStandard.at

STANDARD: Wie beurteilen Sie die Medienberichte über die jüngsten Terroranschläge?

Tophoven: Die Berichte über die Isis-Gruppe, deren Herkunft und Motive, das ist absolut korrekt. Dramatisch ist, dass aus einer kleinen Terrorgruppe eine Militärmacht entstanden ist. Der Krieg nähert sich Israel und Jordanien.

STANDARD: Ist der Kampf, wie ihn Isis im Irak betreibt, noch Terrorismus oder schon Kriegsführung?

Tophoven: Es ist das klassische Modell, wo aus ursprünglichen Suizidformationen eine guerillamäßige Gruppe mit militärischen Zügen entstanden ist. Man kann durchaus von einer asymmetrischen Kriegsführung sprechen.

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