Minister Dorgerloh: Reformation spielt heute für Politiker keine Rolle mehr


Stephan Dorgerloh (2012) Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0-de
Die Reformation kann nach Auffassung von Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) kein Maßstab für die Politik der Gegenwart sein. „Es ist kaum noch ein Anknüpfungspunkt da“, sagte er am Donnerstag in Nürnberg. Die Reformation sei im öffentlichen Bewusstsein des 21. Jahrhunderts kaum noch präsent. „Wer heute politisch verstanden werden will, knüpft nicht an sie an“, argumentierte Dorgerloh.

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Der Kultusminister erinnerte an die Abnahme der kirchlichen Bindung in Deutschland. In den mitteldeutschen Kernregionen der Reformation sei die Zahl der Christen zum Teil auf unter zehn Prozent gesunken, unterstrich Dorgerloh. Der Theologe, der vor seinem Wechsel in die Politik Wittenberg-Beauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) war, wies zugleich auf die Bedeutung des Reformators Martin Luther (1483-1546) für die Entwicklung der deutschen Sprache hin. Dorgerloh äußerte sich bei der Tagung „Staat in Deutschland und evangelische Kirche“.

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