Anhörung im Bundestag: Gebt die „Pille danach“ frei!


pille_danach28 europäische Staaten sprechen sich für die Freigabe der „Pille danach“ aus. CDU-Gesundheitsminister Hermann Gröhe kratzt das nicht. Dabei fußt vorgeschobene Besorgnis auf überholter Moralvorstellung.

Von Maike HansenCicero

Sonntagnacht, irgendwo in der Republik. Ein Pärchen kommt sich näher, liebt sich. Da passiert es: Das Kondom reißt. Panik. Die nächstgelegene Arztpraxis ist geschlossen.

Es ist ein Szenario, das viele Frauen kennen – und fürchten.

Denn die „Pille danach“ gibt es nur auf Rezept. 460.000 mal wurde dieses im vergangenen Jahr ausgestellt. Doch der Weg dahin ist für Betroffene, die eine Schwangerschaft verhindern wollen, häufig beschwerlich: Sie müssen einen Frauenarzt konsultieren, sich eine Arzneimittelverordnung ausstellen lassen und schließlich eine Apotheke aufsuchen. All das braucht Zeit. Dabei geht es in einer solchen Situation um jede Minute: Je früher die „Pille danach“ geschluckt wird, desto besser wirkt sie.

Es könnte alles viel einfacher sein, wenn die Rezeptpflicht abgeschafft werden würde. Doch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hält nach wie vor an der Beschränkung fest.

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1 Comment

  1. Das Argument der Nebenwirkungen der CDU ist nur vorgeschoben. Tatsächlich meint Gröhe, auf die wertkonservativen Wähler der CDU Rücksicht nehmen zu müssen. Denen geht diese ganze Liberalisierung, die sexuelle Revolution (Gender, Homos und Konsorten) seit Ewigkeiten gewaltig gegen den Strich. Am liebsten würden die moralinversauerten Klemmbacken die ganze „schmutzige“ Entwicklung zurückdrehen. Und wenn sie das nicht können, nun, dann eben so viele Steine in den Weg der Promiskuitiven legen, wie nur irgend möglich. Dieser „Schweinkram muss ein Ende haben!“

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