Israel: Radikale Gläubige müssen Lesben Entschädigung zahlen


Dieses schicke Anwesen sollte nur heterosexuellen Kunden vorenthalten bleiben – das verstößt in Israel aber gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. Bild: queer.de
Wenn eine Religionsgemeinschaft im „Heiligen Land“ Dienstleistungen anbietet, muss sie Schwule und Lesben gleichbehandeln.

QUEER.DE

Ein Jerusalemer Bezirksgericht hat vergangene Woche eine radikale Gemeinschaft von messianischen Juden und evangelikalen Christen zur Zahlung von 60.000 Schekel (rund 13.000 Euro) an ein lesbisches Paar verurteilt. Die Gemeinschaft Yad Haschmona hatte vor rund drei Jahren das Paar als Gäste ihres privat betriebenen Hotels abgelehnt. Das sah Richter Moshe Cohen Yoad als Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung an, die in Israel seit 2001 per Gesetz verboten ist. Er bestätigte damit das Urteil eines Amtsgerichtes aus dem Jahr 2012.

Das Paar hatte sich 2008 in Großbritannien kennengelernt und wollte für seine israelischen Freunde eine Hochzeitsfeier veranstalten. Daher hatten die Frauen die große Hotel-Anlage am Stadtrand von Jerusalem gemietet, in der oft Hochzeitsfeiern abgehalten werden. Als die Betreiber jedoch von der Homosexualität des Paares erfuhren, stornierten sie die Reservierung und erklärten, dass sie aus religiösen Gründen Homosexualität ablehnten.

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