Archaeopteryx: So schön gefiedert wie keiner zuvor


Berliner Archaeopteryx, Naturkundemuseum Berlin. Bild: bb
Berliner Archaeopteryx, Naturkundemuseum Berlin. Bild: bb
Der Urvogel Archaeopteryx lässt Forscher stets streiten. So auch der elfte Fund: Dessen Körperbedeckung liefert umstrittene Infos über die Evolution von Flug und Feder.

Von Alina SchadwinkelZEIT ONLINE

Erst am Boden geschuppt, dann gefiedert und abgehoben – so lautet die bisherige Theorie über Urzeitviecher die das Fliegen lernten, wie wir es heute kennen. Primitive Raubsaurier hätten praktisch Federn und Flug gleichzeitig entwickelt. Nun aber legen außergewöhnlich gut erhaltene Überreste eines Archaeopteryx nahe, dass das notwendige Federkleid mehrfach unabhängig entstanden ist. Schon lange bevor die Tiere die Lüfte eroberten. Die Körperbedeckung sei anderen Zwecken dienlich gewesen, etwa um die Dinodame der Träume zu beeindrucken (Foth et al., 2014).

Damit liefern Paläontologen neuen Stoff für eine seit mehr als 150 Jahren diskutierte Frage. Und es verwundert wenig, dass die Schlussfolgerungen nicht unumstritten sind.

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