Valentin Abgottspon: «Ein Mensch kann auch ohne Religion und Gott gut sein»


Valentin Abgottspon ist Präsident der Freidenker Vereinigung Sektion Wallis. Bild: RhoneZeitung
Er polarisiert mit seinen ­Aussagen und Meinungen, Valentin Abgottspon (34). Sein neuster Plan mit der Freidenker Vereinigung: Eine Trennung von Kirche und Staat. Der Präsident der Sektion Wallis ­erklärt die Hintergründe.

Von Simon KalbermattenRhoneZeitung

Valentin Abgottspon, sind Sie zu früh auf die Welt gekommen?

Ich habe das Gefühl, dass ich genau zur richtigen Zeit und am richtigen Ort auf die Welt gekommen bin. Die Leute sagen mir oft, dass meine Ideen und Visio­nen in 20 Jahren vermutlich einfacher umzusetzen wären als heute, doch das mussten bereits die Männer und Frauen hören, die sich fürs Frauenstimmrecht eingesetzt haben. Mein Motto heisst: Wer, wenn nicht ich? Wann, wenn nicht jetzt? Es ist Zeit, im 21. Jahrhundert der Bevölkerung gewisse Denkanstösse zu geben.

Demnach ist für Sie der Zeitpunkt bereits jetzt reif, um Kirche und Staat zu trennen?

Gerade im Wallis ist es wichtig, dass sich die Leute darüber Gedanken machen. Denn oft kursiert die Meinung, im Wallis wären Kirche und Staat bereits getrennt und der einzelne Steuerzahler beteilige sich nicht an der Kirche. Das ist ein Irrtum. In vielen anderen Kantonen wird das Thema wesentlich transparenter behandelt. Das heisst, die Leute werden darüber informiert, wie viel Geld sie für die Kirche bezahlen und können demnach auch dagegen vorgehen. Diesbezüglich haben wir im Wallis grosse Baustellen.

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