Politik ohne Gott


Gottesstaat Deutschland geführt von Bischöfin MerkelWarum die Religion etwas Wunderbares sein kann – als Privatsache.

Von Helmut OrtnerThe European

Unser Land darf auch in dieser Regierungszeit auf göttlichen Beistand hoffen. Am 17. Dezember 2013 begann ein komplett christliches Kabinett mit seiner Arbeit: alle Bundesministerinnen und -minister beendeten ihren Amtseid mit der Formel „So wahr mir Gott helfe“. Nicht nur im Parlament, auch in deutschen Gerichtssälen wird viel geschworen. Bei der Vereidigung vor Gericht geht dem Eid stets die Eingangsformel „Sie schwören…“ (bei Gott dem Allmächtigen und Allwissenden) voraus. Im Strafverfahren wird nach §64 StPO angemahnt: „…, dass Sie nach bestem Wissen die reine Wahrheit gesagt und nichts verschwiegen haben“. Kurzum: auf göttliche Beschwörung und Beteuerung wird hierzulande gerne vertraut.

Alle dürfen, niemand muss

Hierzulande herrscht Glaubensfreiheit. Wer Beamter, Staatsanwalt oder Richter werden möchte, schwört auf die Verfassung, nicht auf die Bibel oder den Koran. Entscheidend sind nicht religiöse Präferenzen, sondern Verfassungstreue. Wir sind eine pluralistische, multi-ethnische, multi-religiöse Gesellschaft. Niemand wird wegen seines Glaubens diskriminiert. Gläubige, Andersgläubige und Ungläubige müssen miteinander auskommen. Deutschland ist kein Gottes-Staat, sondern ein Verfassungs-Staat. Alle dürfen glauben, niemand muss.

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2 Comments

  1. Den vielen Religioten, denen ein säkularer Staat ein Greuel ist und Gottes Weisheit politisch und theologisch unverzichtbar ist, einschließlich Kinderficken als straffreies Kavaliersdelikt, denen sollte der letzte katholische Gottesstaat auf deutschem Boden zu denken geben. Das war der Deutsche Orden mit päpstlicher Bulle auf ewige Zeiten in West- und Ostpreußen errichtet.

    Bei der Gründung um 1235 n.C. in Thorn hatte der Ritterorden noch genug Gold eigene Münzen zu prägen, 250 Jahre später musste man Münzen der Nachbarländer einschmelzen um etwas Kupfer für Pfennige zu haben. Den angeheuerten Ritter blieb die Regierung im gerechten Krieg den Sold schuldig, sie nahmen die Regierung des Hochmeisters mitsamt seiner Burg gefangen und verkauften sie an den feindlichen polnischen König

    Bei der Huldigung (Audienz) für den Hochmeister Ludwig von Erlichshausen (Regierungschef) auf der Tagfahrt (Inspektionsreise) zu Elbing sagt der Hochmeister zu,
    – alle bei ihren Rechten zu lassen und gegen Gewalt zu schützen;
    – jährlich einen Richttag abzuhalten mit Prälaten, Landen und Städten;
    – Privilegien und Freiheiten der Untertanen zu mehren, nicht zu mindern.

    Dies wurde nicht eingehalten; vielmehr wurden die Stände vor den Kaiser geladen; dort von den Gebietigern beleidigt, ohne dass der Hochmeister einschreitet. Zudem sind sie als Eidgenossen bezeichnet und mit Unehre behandelt worden; den Gesandten ist Raub und Mord geschehen. Die durch den Komtur von Graudenz angekündigte Besetzung der Ordenshäuser eben doch aus Misstrauen, der Hochmeister soll sie abstellen. Es ist eine Unterstellung, dass sie sich bewaffnet zu Graudenz versammeln wollten. Verweisung an den Kaiser geschieht ihnen zu Schmach und Hohn.
    1. Heinrich von Plauen: plant 1411 Vorgehen gegen Untertanen in Thorn
    2. Heinrich von Plauen setzt Thorner Rat ab.
    3. Heinrich von Plauen zwingt Ritter, Knechte und Städte zur Abgabe von silbernem Geschmeide.
    4. Thorner Hauskomtur Wilhelm vom Stein ertränkt Bürger, um Frauen zu haben.
    5. Kellermeister Schönsee, Herr Ambrosius, ermordet Hans Osterwitz.
    6. Vergehen gegen Frauen von Untertanen, die im Auftrag des Meisters unterwegs waren (Pomersheim)
    7. Vergehen gegen Kinder guter Leute, Geldstrafe gegen Eltern (Tuchel, Rabenstein)
    8. Ermordung Johanns von Dalen aus Livland in Einsiedel, im Stall begraben.
    9. Komtur von Elbing inhaftiert Bürger wegen Appellation an den HM.
    10. Bürger von Konitz gegen Recht und Entscheidung Sigismunds verurteilt
    11. Ermordung von Danzigern auf dem Schloss, die im Vertrauen darauf dorthin gingen: Conradt Letzkow, Arndt Hecht, Bartolomeus Grose (Bürgermeister und Ratsherr)
    12. Studenten aus Livland wegen Streit mit Rigaer Domherren an lit. Küste ermordet
    13. Geplanter Überfall auf Ritter und Knechte aus dem Kulmer Land
    14. Ermländischer Bischof (einst Propst) trägt Schuld am Verbrennen des K.L., da er nicht den Waffenstillstand unterzeichnete
    15. Kellermeister von Roggenhausen (von Elnisch) entführt eine Jungfrau
    16. In Graudenz steigt ein Ordensherr (Camerawer) zum Dach ein und stirbt.
    17. Pfleger zu Neidenburg (Kynsberger) ließ einem Mann die Hände abhauen, obwohl
    der Betroffene nicht geklagt hatte
    18. Derselbe lässt Koch wegen Diebstahls hängen, obwohl dieser Beweise bringen will
    19. Rechtsbrüche des Ordens; wer appelliert, wird in den Turm geworfen
    20. Hohe Bußen genommen
    21. Güter in Pommerellen nach Magdeburgischem Recht der Familie entzogen, obwohl noch männliche Erben (Brüder, „Magen“, Vetter) da sind
    22. Orden gibt Güter an Diener und ziehen nach deren Tod das Erbegeld ein
    23. Rittern ohne Erben wurde nicht erlaubt, ihr Gut zu verkaufen
    24. Unrecht gegen die Untertanen, so gegen Nitze von Rehnitz, Niclos Pfeilsdort, Eberhard Kuneszecke, Crawze Otto, Sbelute, einen von Pommerheim zu Konitz Geköpften, zu Danzig CL, AH, BG (getötet) und andere (zu Unrecht inhaftiert)
    25. Zu Fischau wird Rutcher gefangen und ertränkt, weil er an die Kurie appellieren w.
    26. Unrechte Gefangennahme: Hans Hezelecht; Schulze von Neidenburg
    27. Tham von Sponheim, Ktr von Danzig, setzt seinen Kämmerer in das Gut Close, vertreibt unmündige Erbin
    28. Kirszkorb. Ktr Danzig, nimmt Gut Beschaw für 50 statt 300 m., an Kämmerer
    29. Hansel, Ktr Schwetz, dgl. Pnewen, Töchter ermordet bzw. prostituiert
    30. Paul von Rusdorf, dgl. Dolsko, Erbin 70 m. versprochen, nicht bezahlt
    31. Michael Küchmeister erhöht Zehnten für pommerellische Ritter und treibt sie in einen neunjährigen Bann und Kosten von rund 100000 Gulden.
    32. Paul von Rusdorf nimmt Gut Zelislaw von Tochter weg
    33. Kulmer Handfeste sagt silberne Münze und flämische Elle zu; unter Heinrich von Plauen und MiKü wurde diese Münze kupfern, während der durch die Stände erweitere „Hauptstuhl“ vom Münzmeister für Wucher genutzt wurde
    34. Flämische Landelle verkürzt, so dass aus vier fünf Hufen wurden, höhere Abgaben
    35. Fischereirechte entgegen Kulmer Handfeste eingegrenzt (kleines-großes Fangzeug)
    36. Fortzahlung von Schalwenkorn und Wartgeld nach Ende des Krieges gg. Litauen
    37. Mahlfreiheit und freier Mehlverkauf durch PvR gestattet, nicht eingehalten
    38. Fischereirechte der Elbinger im Elbingfluss, Drausen und Haff verkürzt
    39. Orden bemächtigt sich eines Teils der Mauer, eines Turms und Tors von Elbing
    40. Zollfreiheit der Elbinger in Pommerellen missachtet
    41. Orden dingt Johann Szernowski gegen Hans und Gabriel von Baysen
    42. Orden nimmt Hans von Klein Komorzky ein Dorf und 12 Hf. eines anderes Dorfs
    43. … und bauen auf seinem Grund eine Mühle, gegen seine Handfeste.
    44. Orden nimmt Otte (von Czeise?) Stute (?) und Heide.
    45. Orden nimmt Tucholke Güter und Wald bei Dirschau, geben anderes Gut.
    46. Orden nimmt Sander ein von ihm geerbtes Gut und 4 Hf. zu Oderaw
    47. Orden nimmt Malachin ein Gut, das Verwandten von einem Diener kaufen mussten.
    48. Orden nimmt Steffan Poszkotz eine Mühle bei Saborn.
    49. Orden nimmt Kartzewski ein Gut im Schwetzer Gebiet.
    50. Pommersheim ließ den Bruder Jacobs von Nawenhofe zu Unrecht köpfen und nahm Vater und Bruder in die Pflicht.
    51. Orden nimmt Hans vom Schonberge 900 Schafe, Wiese, beweglichen Besitz.
    52. Orden nimmt Samerth Bienenstöcke im Hegewald, dazu einen Bach.
    53. Orden nimmt Weitstock die Fischerei.
    54. Orden nimmt Scarpa ein Gut Mocke und setzen Schwiegervater in den Turm.
    55. Orden nimmt Jorge Trebenitz eine halbe Mühle und einen Hammer an Fließ.
    56. Trotz Huldigungszusagen der Hochmeister wurden nur unter Paul von Rusdorf Richttage gehalten, nicht unter Ludwig von Erlichshausen.
    57. Entgegenkommens Pauls von Rusdorf im Streit der Konvente schafft Ungleichheit und stärkt die Komture von Elbing und Christburg
    58. Deshalb klagen Gebietiger und Konvente vor den Ständen, fordern Gleichheit.
    59. Diese sagen Hilfe zu, fordern Leitung des Ordens und der Lande durch zwei Pers.
    60. Auch der Hochmeister bittet um Hilfe, die ihm Ritter und Städte zusagen.

    Es lebe des Gottesstaat auf deutschem Boden

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  2. Ein christliche Regierung durch Schwurbelartisten wie Gauck, Thierse, Kauder, Kretschmar usw hatten wir schone einmal, das Resultat waren 1200 Jahre intellektuelle Finsternis un Willkür

    Das 3-teilige Schulsystem Roms mit Fachschulen für Medizin, Recht und Philosophie wird ab 400 n.C. aufgelöst, 28 Bibliotheken in Rom, Theater und Thermen werden zerstört. Anlagen für fließendes Wasser in fast allen Bauten verfallen, Einrichtungen für kommunale Leistungen werden eingestellt, Gott sorgt dafür ganz allein. Nach dem Architekten und Autor Marcus Vitruvius Pollio wird an den Schulen Roms Jura (in Altgriechisch), Schriftkunde, Zeichnen, Geometrie, Arithmetik, Philosophie, Geschichte, Musik, Medizin, Astronomie unterrichtet, später wird alles als biblisch nutzlos und eitel verboten. Das alte römische Erziehungs- und Bildungssystem verschwindet vollkommen. Die Alexandria Bibliothek wird 48 v.C. von Legionären und 389 n.C. von Christen angezündet, wie die Bücherverbrennung des zu 95,2% christlichen NAZI Regims. In der RKK bestimmen Fast-Analphabeten mit ewig wahren Mythen was Wissenschaft sein darf und vernichten alle „satanischen“ Texte über Mathematik, Astronomie, Medizin und das römische Bau- und Ingenieurwesen. Der Analphabetismus der Gesellschaft wird für 1200 Jahre zur 100% Normalität. Der wahre unantastbare RKK Glaube wird mit Heiliger Inquisition, gerechten Kriegen, Scheiterhaufen, Folterung und Zensurindex gültig bis 1965 durchgesetzt. Die Bibliotheken der Klöster und Bischofspaläste sind randvoll mit Gotteshumbug als Theologie, kritisches Denken ist Sünde, der Papst legt dogmatisch alles auf ewig fest. Man plappert willig jeden Gotteshumbug nach und lobt sich gegenseitig als gebildet.

    Das römische Reich vernichten keine Barbaren, besonders in den Provinzen fehlen qualifizierte Richter, Verwalter und Techniker die rechnen und schreiben können und Roms Luxus nicht durch Beutezüge finanzieren, die laufend weniger einbringen aber mehr kosten. Mit römischen Zahlen rechnen ohne Dezimalen, ohne Null, ohne Division ist extrem schwierig und selten richtig. Nur eine produzierende Wirtschaft schafft dauerhaften Wohlstand, das Ausbeuten von Sklaven und Raubzüge sicher nicht. Rom produziert an Exportgütern wenig, man konsumiert und manipuliert das Volk durch „Brot und Spiele“. Den Oberhirten gilt jede Wissenschaft als „nutzlose Eitelkeit“ oder als Todsünde. Der Papst schließt im Westen Europas Universitäten oder einzelne Fakultäten, weil sie Wissen liefern im Gegensatz zu den ewig wahren Dogmen des Vatikans. Der Mann hat keine Rippe weniger als die Frau, die Seele ist nicht zu finden, das Herz denkt nicht, die Erde ist rund und nicht das Zentrum des Universums. Die Universität von Salamanca schrumpft dadurch in 250 Jahren von 12.500 Studenten auf 300 Bibelschüler.

    Rom hat 70 n.C. etwa 35.000 Einwohner, Leptis Magna/Libyen 25.000, Pompeji 10.000, Herculaneum 2.000, Caesarea etwa 5.000 und Jerusalem etwa 1.000 auf nur 6 Hektar. Abwasser und Müll wird nicht entsorgt, Fäkalien, Tiergülle und tote Babys verseuchen in Gräben die Orte. Leiden wie die Hirn schädigende Leptomeninigits, „Chagas“ von Trypanosoma cruzi vorhanden im Wanzenkot, Polio, Trichinen, Schweinebandwurm, Dengue Fieber, Lepra, Typhus, TBC, Bleivergiftung sind die Leiden der Zeit, ergänzt durch Seuchen wie Pest, Cholera, Ebola, Naturkatastrophen sowie Ausbrüche von religiösem Wahn. Schließlich wird jede dieser Krankheiten einzig durch viel Beten und noch mehr Spenden an die Kirche geheilt.

    Mönche diffamieren 415 n.C. die Philosophin und Astronomin Hypatia als Zauberin und zerstückelten sie mit Glasscherben. Ab 416 n.C. werden Nichtchristen aus staatlichen Ämtern gefeuert und nicht glaubenskonforme Texte verbrannt. Ab 435 n.C. werden heidnische Kulte mit Verbannung und Gütereinzug geahndet, kurz darauf bei Todesstrafe verboten, Tempel zerstört. Das Decretum-Gelasianum von 496 n.C. ist der erste Zensur Index des Vatikans. Ab 600 n.C. sind Heiden per Papst-Dekret rechtlos, eine Einladung zu Sklaverei, Ethnozid, Ausbeutung und Massenmord. Die „Konstantinsche Schenkung“ an Papst Silvester I. auf Basis einer falschen Urkunde sichert die Macht der Kirche in Antiochia, Alexandria, Konstantinopel und Jerusalem. Als die Fälschung auffliegt geht die Urkunde leider verloren, Kopien gibt es aber noch. Als Folge der Kreuzzüge (1095–1291 n.C.) und Aufstände in Südeuropa wird 1232 n.C. die Heilige Inquisition gegründet, der Besitz einer Bibel wird für rund 300 Jahre mit dem Tod bestraft.

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