Tantra-Masseurin will keine Sex-Steuer zahlen


Tantra ist eine alte indische Philosophie, die auf Lernen durch Erleben setzt. Bei Tantra-Massagen sind sowohl der Kunde als auch der Massierende nackt. Mit Berührungen, die auch den Intimbereich einschließen, soll die sinnliche Wahrnehmung geschult werden. Die Massage folgt einem strikt einzuhaltenden Ritus. Dabei kann der Kunde zum Höhepunkt kommen, aber das ist nicht das erklärte Ziel. Foto: imago (Symbolbild)
Tantra: Ein erotischer Weg zur Erleuchtung oder eine Art der Prostitution? Letzteres, entschied das Verwaltungsgericht Stuttgart. Damit sei das sexuelle Vergnügen steuerpflichtig. Tantra-Masseurin Monika Kochs hingegen sieht das genau anders und klagt gegen ihren Steuerbescheid. Gestern ging der Fall der Massagesalon-Betreiberin vor die nächste Instanz.

Berliner Kurier

Die Inhaberin des Tantra-Studios „Dakini“ kämpft seit Herbst gegen die Stadt Stuttgart. Die dortige Stadtverwaltung erhebt eine Vergnügungssteuer für Bordelle, das Vorführen von Sex- und Pornofilmen, Sex-Liveauftritte – und Tantramassage-Behandlungen. Für Kochs ein Unding, als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen: „Unsere Tantramassage-Behandlungen haben mit Rotlicht überhaupt nichts zu tun.“

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