Vatikan und Mafia: Das Kreuz mit den Killern


Papst Franziskus mit Jesus-Chip bei einer Messe im kalabrischen Sibari. Bild: ap
Das Verhältnis zwischen Mafia und Vatikan ist komplex. Und die katholische Kirche tut sich schwer damit, sich von der Mafia zu distanzieren.

Von Ambros Waibeltaz.de

„Mafiosi sind exkommunziert.“ So interpretierte Radio Vatikan die deutlichen Worte, die Papst Franziskus bei einer Messe im kalabrischen Sibari am vergangenen Samstag gegen die dort heimische Mafia-Organisation ’Ndrangheta gefunden hatte. Einen Tag später formulierte der Sender schon vorsichtiger: „Hat der Papst die Mafia exkommuniziert?“ Antwort: Nein beziehungsweise schwierig. Denn das Kirchenrecht unterscheide, sagt Radio Vatikan, zwischen der Exkommunikation als „Tatstrafe“ und als „Spruchstrafe“. Im ersten Fall „tritt die Exkommunikation automatisch ein, zum Beispiel bei Abtreibung, Sakrileg, Häresie u. a.“.

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1 Comment

  1. „Es sei denn, die Kirche als ganze nähme sich ein Bespiel an Erzbischof Francesco Montenegro: Im schon genannten Agrigent verweigerte der dem Mafiaboss Giuseppe Lo Mascolo das kirchliche Begräbnis. Es war das erste Mal, dass dort einem hohen Mafiaangehörigen dieser Dienst nicht erwiesen wurde – Anno Domini 2012.“

    Konsequenterweise kann der Sizilianische MafiaBoss nun nicht mehr in den Himmel kommen? 😉 ….eine Ungeheuerlichkeit….. 😉 und ein Beweis für den Zerfall der allerchristlichsten Sitten…. 😉 😉

    Im HochMittelalter waren alle Bürger Köln’s schon solcher Strafe anheimgefallen: Als die Kölner Bürger einen unbotmässigen Bischof kurzerhand ins Bonner Asyl schickten, wurden sie umgehend mit einem päpstlichen Bann belegt. Mehrere Jahre konnten die Bürger Köln’s nicht christlich beerdigt werden; sodass ihnen der Zutritt zum Himmel verwehrt blieb. 😉 😉 Zustände wie in Agrigento auf Sizilien heute. 😉 😉

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