Brisante Tagung über „Gewalt im Namen Gottes“


Aufgehetzt. verängstigt, schutzsuchend: Vertriebene auf dem Gelände der katholischen Kirche in Bossangoa. Bild: ap
„Gewalt im Namen Gottes“ lautet das Thema der Ökumenischen Sommerakademie vom 9. bis 11. Juli im Stift Kremsmünster. Im Mittelpunkt steht die Verantwortung der Religionen – vornehmlich Christentum und Islam – für Krieg und Frieden.

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Für inhaltliche Reibeflächen sorgt u.a. der deutsche Philosoph und Religionskritiker Herbert Schnädelbach, der die Religionen als „Quelle von Terror“ für eine „verheerende kulturelle Gesamtbilanz“ verantwortlich macht. Dem widerspricht der Berliner Theologe Rolf Schieder, der das von den Religionen ausgehende Friedenspotenzial herausarbeitet. Konkrete Beispiele dafür wird der Generalsekretär der Gemeinschaft Sant’Egidio aus Rom, Cesare Zucconi, geben.

Weitere Vortragende sind der Religionswissenschaftler Hans Kippenberg, die Bibelwissenschaftlerin Gerlinde Baumann und die Islamwissenschaftlerin Mariella Ourghi. Ob Friedenssicherung durch Gewaltverzicht erreichbar ist, diskutieren „Pax Christi“-Vizepräsidentin Gotlind Hammerer und Brigadier Walter Feichtinger vom Institut für Friedenssicherung und Konfliktmanagement des Bundesheeres.

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