TÜV knipst Berliner Atomreaktor aus


Risse auf einer Schweißnaht im Reaktorbecken: Da spielte der Gutachter nicht mehr mit. Foto: HZO
Wie gefährlich ist der Atomreaktor in Wannsee? Seit über sechs Monaten ist der Forschungsmeiler abgeschaltet – angeblich nur wegen technischer Vorbereitungen für Experimente. Das aber stimmt nur teilweise.

Berliner Kurier

Denn jetzt kam heraus: Der Reaktor läuft nicht, weil der TÜV Sicherheitsbedenken hatte.

Laut „taz“ geht aus Akten der Berliner Atomaufsicht hervor, dass der Kernreaktor im November 2013 gestoppt werden musste. „Es gab damals ein Schreiben vom TÜV, in dem Bedenken für einen Weiterbetrieb geäußert wurden“, sagt Daniela Augenstein dem KURIER, Sprecherin der Senatsumweltverwaltung, zu der die Atomaufsicht gehört.

Es geht um feine Risse. 2010 wurden sie an einer 1,20 Meter langen Schweißnaht entdeckt, die im Reaktorbecken ein Rohr des Kühlsystems stützt. Käme es zum Bruch und würden sich schlimmstenfalls die Risse im Rohr fortsetzen, könnte möglicherweise der Reaktorkern nicht ausreichend gekühlt werden.

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1 Comment

  1. Das kann nicht nur der TÜV. Im schweizer Atomkraftwerk haben Arbeiter zur Befestigung von Feuerköschern Löcher in die dichte Containment-Hülle des Reaktors gebohrt. Sollte die Löcher nicht sicher geschlossen werden können, wird das Kraftwerk Mitte Juli von Netz genommen.

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