Etwas Kreationismus im Naturkundemuseum?


Die Geschichte von Bileam und seiner sprechenden Eselin ist die Lieblingsszene von Museumsdirektor Kai Füldner Foto: pro
Frösche, Bären und Esel kommen in der Bibel vor – neben über hundert anderen Tierarten. Den biblischen Spezies widmet sich eine Ausstellung im Kasseler Naturkundemuseum. pro-Redakteur Jonathan Steinert hat sie sich angeschaut.

pro Medienmagazin

Der Himmel ist dunkelblau, wie dünne Zweige verästeln sich darauf weiße Blitze. Tiere sind schon auf einer nachgebauten Arche: Oben auf dem Bug steht ein Eisbär, umringt von Pelikanen, Reihern, Kranichen und anderen Vögeln. Die Tür ins rettende Schiff ist noch offen. Wer die Ausstellung „Sintflut und Sündenfall. Die Tierwelt in der Bibel“ besucht, die seit Ende Juni im Naturkundemuseum Kassel zu sehen ist, kommt nicht an der Arche vorbei – er muss zuerst hinein, um auch die anderen Räume sehen zu können.

In die Museumsräume wurde für die Ausstellung aufwendig ein hölzerner Schiffsrumpf gebaut. Darin steht der Mensch zwischen zahlreichen präparierten Tieren verschiedenster Arten und Größen. Er bekommt einen Eindruck von der Vielfalt und von dem Gewimmel, das auf Noahs Schiff geherrscht haben mag. Tiere, die sich im wirklichen Leben wohl kaum friedvoll zusammen in einen Raum gesellen würden: Tiger, Bär und Hirsch stehen nebeneinander, gegenüber ein Zebra und ein Kaffernbüffel.

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1 Comment

  1. Der Quatsch wird immer quätscher bis er quitscht

    Der Zoo in Washington beherbergt 3.000 Tierarten versorgt von 320 Angestellten. Noahs Arche beherbergt Millionen Tierarten, 4 uralte Greise segeln sie, schöpfen ständig Leckwasser, füttern und tränken über 2.000 Tonnen/Tag, misten 1.000 Tonnen aus, lüften und beleuchten das Schiff mit Fackeln. Ein Mensch bewegt dauerhaft 1,5 Tonnen/Tag und versorgt bis zu 50 Tiere. Millionen Tiere rasen in 7 Tagen mit 80 km/h in die Arche durch 1 Tür. Die Kreationisten zählen nur 21.600 Tiere in ihrer Arche. Wie nach der Flut flugunfähige Vögel wie Dodo, Kiwi oder Schnabeltiere, Varane, Koalas, Kängurus usw. auf ferne Inseln gelangen, das bleibt offen.

    Auf Tierfrachtern wie die M/V BECRUX werden 16.500 Rinder und Wasserbüffel mit etwa 6.000 Tonnen lebend auf 9 Decks von Australien nach Indonesien oder Arabien transportiert. Die Tiere brauchen täglich 500 Tonnen Frischwasser und 300 Tonnen Getreide. Die Arche wäre mit 300.000 Tonnen 50-fach überladen, die 4 Greise müssen täglich 300 Tonnen Futter, Wasser und Fäkalien bewegen. Den minütlichen Luftwechsel für die 180.000 m² Tierdecks und 2 Futtersilos der M/V BECRUX schaffen 85 Lüfter mit 1500 PS Leistung. Das automatische System fürs Füttern, Tränken und Misten der Tierdecks beschäftigt 10 Mann. Laufend sterben Tiere bis zu 800 kg Gewicht und werden wegen Seuchengefahr per Kran über Bord geworden.

    Die 4 dementen Tattergreise auf der Arche hatte sehr viel Arbeit, jeder mindesten 500 Stunden am Tag

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