Wenn der heilige St. Martin nimmt statt zu teilen


Bild: tilly
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Der Einfluss der Kirchen auf den deutschen Staat

Von ABRAHAM GOLDSTEINHINTERGRUND.de

Wenn es mal wieder heißt, die Reichen mögen etwas von ihrem Reichtum an die Armen abgeben, denkt vermutlich kaum jemand an die Kirchen, schon gar nicht an den Vatikan in Rom, wo erst im Juni 2013 der vatikanische Buchhalter Nunzio Scarano wegen der Beteiligung an einer Schwarzgeldverschieberei über 20 Millionen Euro verhört wurde. Scarano, der übrigens nur unter „Hausarrest“ (in seiner Villa) steht, enthüllte dabei, dass sich in der schwarzen Kasse des Vatikan etwa 700 Millionen Euro liquide Mittel befänden und dass es regelmäßige Schwarzgeldgeschäfte aus dem Vatikan gab – bei dem sogar einmal Goldbarren in Gemüsekisten versteckt wurden.

Im Gegenteil, trotz hoher Subventionen durch alle Steuerzahler gleich welcher Religionszugehörigkeit, die sich zum Beispiel auch in der Bezahlung der Gehälter bis zu 12 000 Euro monatlich von Bischöfen und Erzbischöfen durch den Staat zeigt oder direkten Zuwendungen an kirchliche Einrichtungen, reicht das Geld offenbar nicht:
Die evangelische und katholische Kirche in Deutschland beziehen vom Staat
fast 10 Milliarden Euro Kirchensteuer pro Jahr, sehen sich aber mit langfristig sinkenden Einnahmen konfrontiert, denn nicht nur die demografische Entwicklung zeichnet trotz der momentanen Einwanderungswelle aus den südeuropäischen Staaten ein düsteres Bild – auch die durch viele selbstverschuldete Skandale begründeten Kirchenaustritte wirken sich unmittelbar auf die Einnahmen aus.

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