„Dabiq“: Hochglänzender Islamismus von Barbaren


Auch mit verwegenen Kämpfern wird geworben. Foto: REUTERS
IS-Kämpfer bieten in einem neuen Internet-Magazin Fantasy-Geschichte und moderne Kriegsberichterstattung.

Von Julia GerlachFrankfurter Rundschau

Die Gruppe „Islamischer Staat“ (IS), deren Kämpfer in den vergangenen Wochen weite Teile des Nordiraks unter ihre Kontrolle gebracht haben, bemüht sich um ein neues Image. Bisher setzte sie vor allem auf Einschüchterung. In Videos wurden Köpfungen und Steinigungen von Kriegsgefangenen sehr brutal in Nahaufnahme gezeigt.

Mit der Ausrufung des islamischen Kalifats durch den Führer der Kampftruppe Abu Bakr al-Bagdadi scheint der Kampf und damit auch die Medienarbeit der Gruppe in eine neue Phase übergegangen zu sein. So präsentierte sich al-Bagdadi, den man bisher nur von einem unscharfen US-Fahndungsbild kannte, vergangene Woche erstmals in einem Video. Ein freundlicher, jedoch entschlossener Mann mit Turban und Vollbart. Als Kalif erhebt er den Herrschaftsanspruch über alle Muslime und so wandte er sich auch an die Gemeinschaft der Gläubigen in der ganzen Welt. Statt ausschließlich um Kampf geht es al-Bagdadi nun um Staatsaufbau.

weiterlesen