Früheres Anglikaneroberhaupt für Sterbehilfe unter Voraussetzungen


George Carey, Bild: dailymail.co.uk
Wenige Tage vor einer Debatte im britischen Oberhaus zur Sterbehilfe hat sich das frühere Oberhaupt der anglikanischen Kirche, George Carey, für deren Zulassung unter bestimmten Voraussetzungen ausgesprochen.

ZEIT ONLINE

„Ich habe meine Meinung geändert“, schrieb der ehemalige Erzbischof von Canterbury, selbst Mitglied der Kammer, in einem Beitrag für die Tageszeitung „Daily Mail“ vom Samstag. „Die alten philosophischen Gewissheiten sind angesichts der Realität von unnötigem Leiden zusammengebrochen“, erklärte der 78-Jährige, der bis zum Jahr 2002 Anglikanerprimas war.

1 Comment

  1. Es wäre an der Zeit, aber solange die religiotischen Schwurbler ihre Menschen verachtende und Hass triefende Vision vom „allerliebsten Jesulein“ verkaufen, solange wird es keine Lösung geben

    Wer nicht Tag für Tag mit dementen Alten zu tun hatte, kann sich nicht vorstellen was das überhaupt bedeutet. Unsere vor 4 Wochen verstorbene Schwiegermutter (92) war total Ga-ga und lebte seit 2 Jahren im Altenheim. Dazu habe ich noch die schwerbehinderte Frau im Haus, was Priorität hat und einiges abfordert

    Die Schwiegermutter hatte jede Krankheit die im Fernsehen beworben wird, hat in der Apotheke Pillen in Massen gekauft und wie Popcorn gegessen. In Abstimmung mit dem Sozialdienst haben wir sie eingesperrt. Nachts ist sie mit Rucksack über Zaun geklettert und wollte 1500 km nach Amsterdam trampen, um bei ihrer Schwägerin zu leben. Die ist 90 Jahre, fast total blind und ein Pflegefall. Die holländischen Behörden haben ihrer Staatsbürgerin mitgeteilt, sie wäre willkommen wenn sie jemand findet der sie unterbringt und auch pflegt

    Nach Beschwerdebriefen der Schwiegermutter an fast alle Parlamente und Regierungen wegen Versklavung und Misshandlung hatten wir das schwer bewaffnete Überfallkommando im Haus. Die Behörde hat am nächsten Tag angerufen und sich entschuldigt, die Alte wäre nicht ganz dicht im Kopf.

    Mit einem derart kranken Irren im Haus kann man nichts unternehmen, es muss Tag und Nacht immer jemand anwesend sein, sonst wird vielleicht das Haus angezündet. Ich konnte nicht einmal die Frau zum Arzt fahren, was öfters notwendig ist. Zum Glück hat das das hiesige Sozialgericht teilentmündigt und ins Heim gesteckt. Wir haben uns am nächsten Tag gefühlt, als wären wir aus einem sibirischen Gulag entlassen worden

    Für derart Kranke Menschen, die nichts mehr wissen wer sie sind, was sie tun und anderen nur Not und Leid verursachen, wäre ein kontrollierter Freitod unbedingt notwendig

    Liken

Kommentare sind geschlossen.