Weltraum-Parkplätze der besonderen Art


Das „Peace“-Zeichen. © flowerpaz / public domain
Auch im All gibt es nicht genug Stellfläche. Die beiden Lagrange-Punkte werden für Weltraumobservatorien daher immer bedeutsamer.

Von Bernhard MackowiakSpektrum.de

Was haben Raumsonden und Wanderer gemeinsam? Es ist ihr Ziel: denn auch wenn sie sich in verschiedenen Umgebungen bewegen, so wollen sie doch ein bestimmtes Objekt aus einer besonderen Perspektive zu betrachten und dafür einen entsprechenden hoch gelegenen Aussichtspunkt finden.

Für Telekommunikations-, Wetter- und Fernsehsatelliten ist es eine Bahn in rund 36 000 Kilometer Höhe (genau: 35 768 km) über dem Äquator. Hier stehen sie sozusagen still, weil sie genau einen Tag für einen Umlauf brauchen. Deshalb wird dieser Platz zwischen Erde und Mond auch als geosynchrone oder geostationäre Kreisbahn bezeichnet. Die Idee einer solchen „Stillstands-Bahn“ stammt übrigens von dem britischen Physiker und vor allem SF-Schriftsteller Arthur Charles Clarke (1917-2008). Inzwischen ist dieser Orbit quasi zugeparkt und die großen Weltraumagenturen forschen intensiv nach Methoden, der steigenden Parkraumnot Herr zu werden.

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