Prozess gegen Sektenmitglieder: Meditation statt Medikamente


Am Tisch sitzen der Guru der „Neuen Gruppe der Weltdiener“, seine Partnerin und die Familie, die sich ihm angeschlossen hat. (Foto: WDR)
Ihr Sohn leidet an einer schweren Krankheit, doch einen Arzt und Medikamente soll ihm seine Mutter verwehrt haben. Aus religiösen Gründen. Nun stehen sie und der Sekten-Guru von Lonnerstadt in Nürnberg vor Gericht.

Süddeutsche.de

  • Ihr Sohn leidet an einer schweren Krankheit, zum Arzt durfte er laut Anklage aber nicht. Seit Dienstag müssen sich die Mutter und der Sekten-Guru von Lonnerstadt in Nürnberg vor Gericht verantworten.
  • „Uns wurde gesagt, dass wir die Medikamente nicht mehr brauchen“: Der Sohn erhebt schwere Vorwürfe gegen die Angeklagten.

Sohn erhebt schwere Vorwürfe

Im Nürnberger Prozess um schwere Misshandlung eines Kindes hat der Sohn seiner Mutter und ihrem Lebensgefährten schwere Vorwürfe gemacht. „Uns wurde gesagt, dass wir die Medikamente nicht mehr brauchen“, sagte der heute 27-Jährige am Dienstag vor dem Landgericht. Der Freund seiner Mutter habe ihm gesagt, „wenn ich alles mitmache, meditiere, bin ich mit 17, 18 geheilt“. Er habe das damals geglaubt.

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