Christliche Vereinnahmung des NS-Widerstandes


Claus Graf von Stauffenberg, Bild: Mal Both/flickr
Religionspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion: Es sei bemerkenswert, dass im Widerstand viele «den Kompass für ihr mutiges Tun und Handeln in den christlichen Werten fanden»

kath.net

Der religionspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Franz Josef Jung (CDU), hat an die christliche Basis des Widerstands gegen das NS-Regime erinnert. Es sei bemerkenswert, «dass viele von ihnen den Kompass für ihr mutiges Tun und Handeln in den christlichen Werten fanden», sagte Jung am Donnerstag mit Blick auf den 70. Jahrestag des Attentats der Widerstandsgruppe um Claus Graf von Stauffenberg auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944. Gerade in der heutigen Zeit, in der alles Christliche und Kirchliche mit großem Misstrauen beäugt werde, sollte diese Haltung zum Nachdenken anregen. Das christliche Wertefundament sei weiterhin der Grundpfeiler des Zusammenlebens und bilde die Basis der Verfassung.

2 Comments

  1. Es zeigt eigentlich nur zu deutlich, dass unsere christlichen Politzampanos von der deutschen RKK-Geschichte keine Ahnung haben (wollen)

    Im Dritten Reich gibt es 62,7% evangelische und 32,5% katholische Christen, fast alle Mörder, Kriegsverbrecher und KZ-Schergen sind „gute“ Christen. Die Oberhirten beider Kirchen loben das NAZI Regime in höchsten Tönen “In Hitler ist die Zeit erfüllt für das Deutsche Volk, denn durch Hitler ist Christus, Gott, der Helfer und Erlöser, unter uns mächtig geworden. Darum ist der Nationalsozialismus positives Christentum der Tat. Hitler ist jetzt der Weg des Geistes und Willens Gottes zur Christuskirche deutscher Nation” (EKD Müller 1934). Bei nur 10% NSDAP-Mitgliedern sind Priester/Pfarrer und Lehrer zu 50% treue NSDAP Genossen. Hinterher ist es keiner gewesen, keiner hat gejubelt, das Regime hat viel Gutes getan, niemand hat je von den KZ-Morden gehört – bis die Kinder im Nachlaß peinliche Dokumente finden über höchste NAZI Orden, Karrieren bei der NSDAP und/oder Waffen SS und/oder gar Raub von Eigentum. Das ist die typische christliche Haltung, was man getan hat ist nie schlimm, etwas gespielte Reue, 5 Minuten im Beichtstuhl mit Gebeten, fertig ist der moralische Edelchrist für neue Taten. Das sind Charaktere wie ein Haufen Dünnschiss, nicht zu greifen aber sofort zum Kotzen.

    Der RKK Prälat und Abgeordnete Dr.Dr. Ludwig Kaas sorgt als Vorsitzender der Zentrumspartei in NSDAP Kooperation per Verfassungsbruch für die Annahme vom „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“ und dem „Ermächtigungs Gesetz“. Auf dem Katholikentag 1929 sagt er: „Niemals ist der Ruf nach einem Führertum großen Stils lebendiger und ungeduldiger durch die deutsche Volksseele gegangen als in den Tagen, wo die vaterländische und kulturelle Not uns allen die Seele bedrückt“. SA- und SS-Männern feiern in Uniform das Reichskonkordat in den Kirchen mit speziellen Gottesdiensten. Adolf Hitler hat die Vollmacht ohne Reichstag und Reichsrat Gesetze zu erlassen wie es der NSDAP notwendig erscheint. Mit Görings Schießbefehl 1932 werden politische Gegner durch die Polizei verfolgt und heimlich beseitigt.

    Adolf Schicklgruber aus einer Familie mit schizophrenen Auffälligkeiten ist ein frommer Katholik: „Zunächst stehen heute an der Spitze Deutschlands Christen und keine internationalen Atheisten. Ich rede nicht vom Christentum, sondern ich bekenne, dass ich mich auch niemals verbinden werde mit solchen Parteien, die das Christentum zerstören wollen“. Sein Machwerk „Mein Kampf“ macht Pater Stempfle lesbar und stirbt dafür 1934 im KZ. Adolf Hitler erkärt die RKK zu bewundern, die Judenhetze von Martin Luther lobt er. Sein bester Mann Heinrich Himmler ist Jesuit wie üblich mit Ehefrau und Geliebter „Häsi Hedwig“, mit der er 2 Kinder zeugt. Das Mobiliar der Geliebten in den 90er Jahren zu besichtigen, wird von KZ-Häftlingen angefertigt. Die Nürnberger Gesetze von 1935, die Reichspogromnacht 1938, die Deportation und brutale Ausrottung der Juden ab 1941 fördern und bejubeln die Amtskirchen intensiv. Die Markierung der Juden durch Kleidungsaufnäher durch die NAZIs ist seit Jahrhunderten erprobte christliche Tradition. Das Reichsbürgergesetz erlaubt es ohne Gericht jeden Menschen zum „Reichsfeind“ zu machen, zu bestehlen und zu vernichten, wie es einst Martin Luther fordert.

    Kardinal Adolf Bertram als Vorzitzender der Deutschen Bischöfe schleimt 1933 in ewiger Demut dem GRÖFAZ Adolf Schicklgruber: „Der Episkopat aller Diözesen Deutschlands hat, wie die öffentlichen Kundgebungen erweisen, soweit es nach der Neugestaltung der politischen Verhältnisse durch Eurer Exzellenz (Hitler) Erklärungen ermöglicht wurde, sogleich die aufrichtige und freudige Bereitwilligkeit ausgesprochen, nach bestem Können zusammenzuarbeiten mit der jetzt waltenden Regierung, die die Gewährleistung von christlicher Volkserziehung, die Abwehr von Gottlosigkeit und Unsittlichkeit, den Opfersinn für das Gemeinwohl und den Schutz der Rechte der Kirche als Leitsterne ihres Wirkens aufgestellt hat.“

    Der erfundene RKK Widerstandsheld Bischof Clemens August Graf von Galen bejubelt schon 1933 die brutale Gewalt des NAZI Regimes „Wir wollen Gott dem Herrn für seine liebevolle Fügung dankbar sein, welche die höchsten Führer unseres Vaterlandes erleuchtet und gestärkt hat, daß sie die furchtbare Gefahr, welche unserem geliebten Volke durch die offene Propaganda für Gottlosigkeit und Unsittlichkeit drohte, erkannt haben und sie auch mit starker Hand auszurotten suchen.“ und verhöhnt 1942 die Soldaten: „…auch zur besonderen Ehrung, die wir unseren gefallenen Kriegern schulden… Sie wollten in einem neuen Kreuzzug mit dem Feldgeschrei ‘Gott will es’ den Bolschewismus niederringen, wie es vor wenigen Tagen der spanische Befreier Franco in einer Rede zu Sevilla mit christlicher Zielsetzung rühmte.“ Das Todesurteil von 1943 für den Priester Roland Metzger durch Roland Freisler lobt er schriftlich in einem Dankesschreiben an den Richter „in hoher Verehrung und Wertschätzung“.

    Im Protokoll der Fuldaer Bischofskonferenz vom August 1933 heißt es: „Der Einrichtung von Gottesdiensten in Konzentrationslagern stehen Schwierigkeiten von Seiten der Lagerleitung angeblich nicht entgegen, die Einrichtung muß nach Bedarf von kirchlichen Stellen beantragt werden“ Die moralisch edlen NAZI-Christen betreiben eigene Arbeitslager mit „minderwertigen Elementen“ und vermieten sie als billige Arbeitssklaven, die Kriegsindustrie deckt bis zu 25% des Bedarfs. Im November 1933 wird das Gesetz gegen gefährliche Gewohnheitsverbrecher über Maßregeln der Sicherung und Besserung die Maßregel im Arbeitshaus eingeführt. Neben psychiatrischen Krankenhäusern (wie heute), Entziehungsanstalt oder Sicherungsverwahrung ist die Unterbringung in einem Arbeitshaus (StGB § 42d) zwingend vorgesehen.

    Das „Hilfswerk beim Bischöflichen Ordinariat Berlin“ unter Dompropst Lichtenberg und später Bischof Konrad Graf Preysing informiert ab 1938 deutsche Bischöfe und den Vatikan über Deportationen von Juden und ab 1942 über SS-Erschiessungskommandos im Osten. Die RKK organsiert mit Priestern und Mönchen die Ermordung von 15% der Bevölkerung Kroatiens (Roma, Sinti, Juden, Ungläubige) in kirchlichen KZs und tötet Wehrlose in Massen. Die RKK organisiert ab 1945 für etwa 300 untergetauchte NAZI-Mörder wie Pavelic, Mengele, Rauff, Barbie, Röschmann, Priebke, Eichmann usw. die Flucht per Vatikan nach Argentinien. Priester wie Erzbischof Iwan Butschko, Bischof Hudal, Pater Draganovic, die Kardinäle Giovanni Montini, Barrere, Caggiano, und Tisserant sind aktiv beteiligt. Adolf Eichmann flieht erst 1950 aus Niedersachsen, die Schuldbekundungen der Kirche von 1945 sind reine Ablenkung.

    Bei 50% NSDAP-Mitgliedschaft schwören die Priester und Pfarrer ihre Schafe auf den Ethnozid ein, für Papst Pius XII ist darin das „Wirken der göttlichen Hand“ erkennbar. Priester wie Prälat Lichtenberg, Pater Delp, Pfarrer Bonhoeffer usw. kritisieren ihre Kirche und werden ermordet. In den NAZI KZs sterben 1034 Priester, darunter 868 Polen als arische Säuberung des Klerus. Nach dem 2.ten Weltkrieg erkennen die RKK Bischöfe im August 1945 eine „begrenzte“ Mitschuld an den NAZI Verbrechen an. Die EKD folgt mit dem „Stuttgarter Schuldbekenntnis”, die NAZI-Pfarrer bleiben im Amt, waren nie NAZIs und haben auch niemals etwas getan.

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