Freihandelsabkommen TTIP: Angriff auf den Klimaschutz


Bild: fuer-mensch-und-umwelt.de
Eine Studie zeigt: Die Ölindustrie will das geplante Freihandelsabkommen TTIP nutzen, um Klimaschutz-Vorschriften auszuhebeln. Vor allem die mächtige Lobby aus den USA legt sich dafür kräftig ins Zeug.

Von Silvia LiebrichSüddeutsche.de

Klimaschutz gehört nicht gerade zu den obersten Prioritäten der Ölindustrie. Die mächtige Lobby versucht immer wieder, strengere Vorschriften zum Schutz der Umwelt aufzuweichen oder gar ganz zu verhindern. Genau deshalb haben die Vertreter der Energiekonzerne nun offenbar auch das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der Europäischen Union ins Visier genommen.

Das geht zumindest aus einer Studie (PDF) hervor, die von den Umweltschutzorganisationen Friends of the Earth, Greenpeace und anderen nun veröffentlicht wurde.

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1 Comment

  1. Zwei Tonnen Teersand ergeben im Schnitt ein Fass Öl (also 159 Liter). Er liegt meist 100 m Tief über einem Öl-oder Gasgebiet, dessen yenergie verdunstet oder aufgestiegen war. .Wenn Erdölfirmen nun neben einer teuren Erkundung, Lizensierung, Fördung, Transport und Fabrikation auch noch den Umweltschutz und die Renaturierung der industriellen Mondlandschaften bezahlen müssen, die sie anrichten, rechnet sich der Abbau von Ölsand nicht mehr. Alternative Energien werden dann global wettbewrbsfähig werden. Sowas muss die Ölindustrie verhindern oder noch lange hinausschieben.. 😉

    Wer mit offenen Augen durch die USA reist, findet schiere Mondlandschaften ehemaliger Bergbaugebiete. Früher „entsorgte“ man diese Lanschaften bevorzugt als Indianer Reservate, die eben mit dem Industriemüll leben müssen, dafür aber einen Heiligen Berg bekommen und ein Spiekasino betreiben dürfen weil sie ja „souverän“ wurden.. 🙂

    Mit dem zusammengemauschelten Freihandelsabkommen können dann US EnergieFirmen argumentieren, „Umweltschutz- und Renaturierungskosten “ fallen in den USA nicht an, also ist der Marktzugang für US Firmen in Europa behindert. Weil der übliche Rechtsweg und die parlamentsrischen Rechte mit dem Freihandelsabkommen der Wirtschftlichkeit geopfert werden können US Firmen der Einfachheit halber, bei einem Privaten Schiedsgericht in New York, ( übrigrns dann eine Goldmine fûr US Anwaltskanzleien 😉 ) gegen die EU, einen EU Staat, ein Land oder eine Region, Provinz oder Gemeinde in Europa „Schadensersatz“ für die „widernatürlichen Hürden“ , die in Europa „bösartiger Weise und wirtschaftsfeindlich US Firmen beim Abbau von Energie in drn Weg gelegt werden solllen, einklagen. 😉 😉

    Faktisch werden wir Europäer zu so eine Art US Indianer Reservat! 😉 ..und vielleicht haben global arbeitende EU Firmen, die in Europa sozialen Auflagen, den Umweltschutz und der Rechtsstaatlichkeit auch lieber los werden wollen, ein Motiv in die USA umziehen, also nicht wie bisher ein Null Summen Spiel, sondern eine echte win/win Situation. 😉 Das Abkommen verbessert die Gewinnsituation für globale Unternehmen und sozialisiert die teureren Produktionskosten Europas. 😉 😉

    Bravo! 😉 😉

    http://de.m.wikipedia.org/wiki/Ölsand
    http://de.m.wikipedia.org/wiki/Transatlantisches_Freihandelsabkommen

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