Lasset uns plaudern über Glaube, Zweifel, Wissenschaft und ID


science_beliefIch lese im Netz immer mal wieder wie Natur-wissenschaftler wie zum Beispiel auch Roy Spencer mit „ad hominem“- Argumenten angegangen werden, weil sie sich öffentlich zu ihrem Glauben bekennen.

Von Günter HeßScienceSkepticalBlog

Mich würde deshalb die Meinung der Leser dieses Forums zu dem Thema Glaube und Naturwissenschaft interessieren. Deshalb starte ich mal mit meiner Meinung und starte eine Plauderecke zu dem Thema.

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2 Comments

  1. Das „Recht“ der Wissenschaft auf Irrtum ist durch Karl Popper wissenschafttheoretisch als „Falsifikation“ schon vor einiger Zeit etabliert worden; eine „Hypothese“, die zur Erklärung eines Verhaltens und zur Voraussage von wissenschaftlichen Ergebnissen verwandt wird, bleibt nur so lange „wahr, bis eine bessere Hypothese, die alte vom Sockel stürzt. 😉

    Seit dem sich die Menschen irren dürfen und nicht mehr in Dogmen gefesselt sind , haben die Wissenschaften eine unglaubliche Entwicklung erlebt. Daran hatte die Religion keinerlei Anteil. 😉

    Der (christliche) Glaube dagegen darf sich nicht mal irren und basiert z.T. auf bronzezeitlichen Literatur, die sich eben nicht mehr ändern lässt. Sollte ein mutiger Wissenschaftler die „kognitive Dissonanz“ zwischen seiner Wissenschaft und seinem Glauben ohne gesundlheitlichen Schaden aushalten können, gut für ihn!

    Den meisten Wissenschaftlern fehlt diese Veranlagung, sie sind eben wissenschaftlich spitze ohne sich mit anderen Dogmen zu beschäftigen, was wissenschaftlich kein manko ist! 😉

    Auch der Evolutionsbiologe Ernst Mayr beobachtete in seinem Werk „Das ist Evolution“ dieses ungewöhnliche Phänomen bei manchen fähigen Biologen, die in der Freizeit in eine neue Wertewelt wechseln konnten, ohne Schaden zu nehmen. Auch der Belgische Priester und Physiker George Lemaîte, der die Urknalltheorie des Weltalls popularisierte, war solch ein Kandidat. Aber als der Papst Pius XII aus der Urknalltheorie Lemaître’s das Dogma zimmern wollte, das sei der Beweis für seinen „Schöpfergott“ schritt der Wissenschaftler Lemaître mit dem Hinweis ein, der Urknall sei die jetzige Arbeitshypothese, die zur Falsifikation freigegeben sei.

    Der Wissenschaftler Lemaître wies auf dramatischen Folgen für solch ein theologisches Dogma hin: Es zerstöre den persönlichen Gott der Gläubigen! Schelmisch fügte er hinzu, wer einen Urknall brauche, um an Jesus zu glauben, das sei auch gut,;aber bitte kein Dogma sondern den Urknall dem Irrtum anheim fallend belassen. 😉

    Religion hat offenbar einen ähnlichen Abstsnd zur Wissenschaft wie Literatur, Kunst oder Musik. 😉 😉

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  2. Glauben ist wie Märchen. Beide haben wenig, besser gesagt gar nichts mit Wissenschaft zu tun. Wenn ein Wissenschaftler „glaubt“ seine Ansichten und Erkenntnisse seien real, so weiß er deshalb nicht nur nichts, sondern kann dadurch, je nach Fachgebiet, auch noch gefährlich für seine Umwelt werden. Ein wirklich „wissensdurstiger Wissenschaftler“ sollte sich evtl. einmal die Mühe machen und profund über die Entstehung von Religionen nachzuforschen und mit vollem Geisteseinsatz über ihre Zweckmäßigkeit nachdenken. Wird dann nicht kapiert, dass es sich dabei um reines Wunschdenken handelt, welches u.a. die Angst vor dem Ungewissen kompensieren, sowie das Gewissen beruhigen soll und das zudem von einer bestimmten Gruppe von Menschen skrupellos zu ihrem eigenen, weltlichen Vorteil genutzt wird, dann ist wahrscheinlich leider nicht mehr weiterzuhelfen.

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