Von der Judenfeindschaft zum Antisemitismus


Antisemitismus © MiG
Der moderne Antisemitismus beerbt ältere Formen der Judenfeindschaft. Wurzelnd im christlichen Antijudaismus löst sich der neuzeitliche Judenhass von religiösen Motiven ab, gipfelt im NS-Vernichtungsantisemitismus und wirkt bis in die Gegenwart fort.

Von Gideon BotschMiGAZIN

Antisemitismus ist eine verbreitete Bezeichnung für Judenfeindschaft. Ein weiter Begriff des Antisemitismus, wie er in den Politik-, Sozial- und Kulturwissenschaften üblich ist, umfasst sämtliche Formen von Hass, Vorurteilen und Ressentiments gegen Juden, egal in welchen historischen Kontexten sie auftreten. In diesem Sinne wird Antisemitismus auch in der öffentlichen Debatte wahrgenommen. Demgegenüber untersucht die geschichtswissenschaftliche Antisemitismusforschung ihn zumeist als spezifische Form der modernen Judenfeindschaft. Einer möglichen Universalisierung als quasi zeit-, ort- und kontextloses Phänomen begegnet sie mit Skepsis. Beide Perspektiven können, je nach Fragestellung, sinnvoll sein.

Für den vorliegenden Beitrag wird die historische Terminologie maßgeblich sein, die für ältere oder anders gelagerte Phänomene Begriffe wie Antijudaismus oder Judenfeindschaft verwendet.

Damit sollen historische Kontinuitäten nicht geleugnet werden. Die Judenfeindschaft hat “ihre Wurzeln in religiösen Vorurteilen und Stereotypen, in der christlich-jüdischen Differenz, oder genauer: in der traditionellen Ablehnung des Judentums durch das Christentum und die christliche Welt”. Der moderne Antisemitismus hat sie im 19. Jahrhundert beerbt, in sich aufgenommen und tendenziell abgelöst.

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2 Comments

  1. Religiös sein bedeutet zwangsläufig besser und moralischer sein zu wollen als andere, ohne dass dafür Vorraussetzungen gegeben sind. Im Gegenteil, wegen dem realitätsfernen Märchencharakter religiöser Inhalte muss alles was anders ist, abgewertet, verteufelt und ausgegrenzt werden. Das steigert sich durch mangelnde Intelligenz der Religioten und der dumpfen Ahnung nur depperte Einfaltspinsel zu sein

    Für Religioten ist Kritik am Gotteshumbug Blasphemie, ihr Absolutismus braucht Terror und Gewalt als Existenzsicherung. Etwa 25% der „Brainwash“ Opfer akzeptieren einen all-wissenden Popanz, der mit Drohungen und Gewalt seine Macht und Ausbeutungspotential über die Einfaltspinsel gegen jede Vernunft und friedliche Koexistenz verteidigt. Religioten sind mangels Intellekt und Bildung unfähig Kritik an ihrem Glauben zu verstehen, Die Oberhirten treiben sie wissentlich in gerechte Kriege, Ethnozide, Genozide, Gewalt, Mord und Kinderficken, Not und Elend macht die Menschen manipulierbar.

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  2. Ein anständiger Mensch hat bestimmt nichts gegen anständige Mitmenschen, ganz gleich welcher Herkunft. Aber natürlich muss niemand Missachtungen von Regeln des allgemeinen, menschlichen Miteinanders bedingungslos akzeptieren. Es ist schwer nachvollziehbar, wen sich über eine solche, existentielle Einstellung echauffiert wird.

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