DITIB – der verlängerte Arm Erdoğans im Wahlkampf?


Recep Tayyip Erdogan (Bild: Regierung v. Chile, CC-BY 3.0)
Recep Tayyip Erdogan (Bild: Regierung v. Chile, CC-BY 3.0)
DITIB behauptet unabhängig zu sein und jegliche parteipolitische Aktivität in den Vereinsräumen zu verbieten. Dabei wird derzeit in DITIB-Lokalen eifrig Wahlkampf für Erdoğan betrieben bei gleichzeitiger Diskriminierung der Erdoğan-Gegner. Wie geht das zusammen?

Von İsmail KulDeutsch Türkisches Journal

Ergreift die DITIB, die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V., Partei bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen in der Türkei? Lässt sich der größte Moscheen-Verband türkischstämmiger Muslime in Deutschland für den Wahlkampf von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan instrumentalisieren?

DITIB-Funktionäre verneinen diese Frage. Nichtsdestotrotz gibt es Entwicklungen, die einen stutzig machen.

Einerseits gibt es Meldungen, wonach in DITIB-Lokalen Erdoğan-kritische Fernsehsender aus den Listen gelöscht werden. Eine Art Gleichschaltung der Medien also. Die Gläubigen und Besucher der Moscheen sollen wohl etwas anderes als Erdoğan-Huldigung nicht hören. Fernsehsendern, die nicht auf der Linie Erdoğans stehen, stehen DITIB-Moscheen für Übertragungen anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan nicht zur Verfügung. Wohlgemerkt – für Übertragungen, die religiösen Inhalts sind.

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