Brustkrebs: Licht behindert Therapie


Brustkrebs-Schleife
Brustkrebs-Schleife
Viele Brustkrebsbehandlungen scheitern, weil die Tumorzellen gegen den Wirkstoff resistent werden. Diese Reaktion könnte einen überraschenden Auslöser haben.

Von Daniel LingenhöhlSpektrum.de

Etwa bei der Hälfte aller Brustkrebspatientinnen, die mit dem Wirkstoff Tamoxifen behandelt werden, entwickelt der Tumor Resistenzen gegen das Mittel: Der Behandlungserfolg wird dadurch erschwert. Steven Hill von der Tulane University und seine Kollegen hegen nun einen überraschenden Verdacht, was diese Resistenzen zumindest teilweise auslösen könnte: nächtliches Licht am Krankenbett. Dieses hemme die körpereigene Produktion des Hormons Melatonin und sorge so dafür, dass die Krebszellen sich unvermindert teilen und widerstandsfähig werden können, so die Mediziner: Sie hatten Menschliche Brustkrebszellen in Ratten implantiert und die Tiere dann wechselnden Lichtverhältnissen ausgesetzt.

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