Ist die Sonne wirklich gasförmig?


Screeshot Video „Dr. Pierre-Marie Robitaille: The Cosmic Microwave Background“
Warum ein Radiologieprofessor aus Ohio eine Revolution der Astrophysik auslösen könnte.

Von Alexander UnzickerTELEPOLIS

In den zahlreichen Youtube-Kommentaren zu den Vorträgen von Pierre-Marie Robitaille, Professor an der Ohio State University, findet sich eine etwas aus der Reihe fallende Bemerkung: Die Tochter einer Patientin bedankt sich überschwänglich, dass dank einer von Robitaille entwickelten Technik der Tumor ihrer Mutter so frühzeitig entdeckt worden sei, dass sie geheilt werden konnte. In der Tat hielt Robitaille zeitweise sogar den „Weltrekord“ in hochauflösender Kernspintomographie.

Man möchte meinen, dass ein Forscher an der Spitze der wissenschaftlichen Hierarchie nicht freiwillig in einem anderen Gebiet ganz unten anfängt. Dennoch widmet sich Robitaille seit mehr als zehn Jahren der der Grundlagenphysik, und seine Ergebnisse könnten dazu führen, dass Teile der Astrophysik neu geschrieben werden müssen. Aber der Reihe nach.

Stimmt ein uraltes Gesetz?

Robitailles Untersuchungen beginnen unspektakulär bei einem fast vergessenen Gesetz der Thermodynamik. Es wurde 1860 von Gustav Kirchhoff aufgestellt und besagt, dass die durch Wärme bedingte Lichtabstrahlung eines Körpers nicht von den Materialeigenschaften abhängig ist. Robitaille argumentiert, dass es in dieser Allgemeinheit nicht zutrifft.

Als ich zum ersten Mal den Artikel überflog, war mir dessen Relevanz völlig entgangen – man muss als Physiker unter Hunderten von Artikeln schnelle Bauchentscheidungen treffen, wofür man seine Zeit investiert, und hier schien mir in etwas altbackener Weise eine eher uninteressante Frage untersucht. Erst durch den Vortrag folgte ich Robitailles Argumentation zum Kirchhoffschen Gesetz näher.

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2 Comments

  1. Die Sonne ist eine Plasmakugelweder fest noch gasförmig

    Die Sonne ist mit 1,392 Mio. km Durchmesser und 99,86% Masse des Solarsystems in 149,6 Mio. km Entfernung, sie verstrahlt in 520 Mio. Jahren etwa 3,85×1023kW oder 1 Erdenmasse. In der Stunde erreicht mehr Energie die Erde als unser jährlicher Energiebedarf. Bei 150 Mio. Grad verschmelzen 4 Wasserstoffatome zu 1 Heliumatom, mit 2% weniger Masse entspricht die Differenz der Strahlung. Die Kerntemperatur der Sonne reicht nur für leichte Elemente; Gold, Platin, andere Metalle usw. benötigen über 1 Milliarde Grad.

    Die Plasmakugel Sonne rotiert am Äquator in 27, am Pol in 35 Erdentagen und rast mit 9 Planeten, 166 Monden, rund 2.000 Kometen und 2 Asteroidengürteln mit 275 km/sec in 250 Mio. Jahren auf einer elliptischen Bahn durch die Milchstrasse, die Planetenbahnen verändern sich laufend minimal. Es sind bereits 700 erdähnliche Planeten bekannt wie HD 40307g in 42 und Gliese 1217b in 40 Lichtjahren Entfernung mit Wasser und Atmosphäre. Alle existieren ohne Zombie und sein heiliges Buch.

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  2. Ramen, da ich hier kein Humor-Tag sehe:

    Man muss Herrn Unzicker nicht wirkliche ernst nehmen: https://www.youtube.com/watch?v=P-U2nGFqupI

    siehe Textstellen wied diese:

    Exkommunizierung eines Ketzers

    Geradezu bizarr ist, dass Robitaille im Internet als „Crank“, als Spinner, bezeichnet wird, dessen Thesen völlig unhaltbar seien, schließlich sei er ja kein Astronom, sondern nur Nuklearmediziner. Richtig daran ist lediglich, dass seine Thesen der Astronomie richtig weh tun – denn falls sich herausstellt, dass wir die Sonne so unzureichend verstanden haben, würde nicht nur die Physik der Sternmodelle weitgehend zusammenbrechen, sondern mit ihnen auch die Abschätzungen der Leuchtkraft entfernter Objekte, und damit viele Gebiete der Astrophysik bis ins Mark erschüttern.

    (aber die Sonne kann innen trotzdem fest sein)
    Ramen:)

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