Indien: Hindunationalisten lassen unliebsame Bücher verschwinden


Ein Mauergemälde in Ahmedabad projiziert Wahlsieger Modi auf das ganze Land. Foto: REUTERS
Die Tugendwächter der indischen Hindunationalisten schüchtern Schriftsteller und Verlage ein. Seit Narendra Modi Premier wurde, wollen sie Lesern ihre eigene Weltsicht aufzwingen.

Von Willi GermundBadische Zeitung

Mal zitiert ein indischer Verlag Sorge um die Sicherheit von Mitarbeitern angesichts anonymer Drohungen. Dann wird Angst vor Gewalt vorgebracht oder das Wohlergehen von Autoren als Rechtfertigung angeführt. Seit im Mai Narendra Modi von der hindunationalistischen Bharatiya Janata Party (BJP) zum indischen Premierminister gekürt wurde, ziehen Verlage des Landes aus Furcht vor Ärger zunehmend Bücher aus dem Verkehr. „Sie fallen um wie Kegel“, moniert Urvachi Butali vom Verlag Zubann Books, „Dina Nath Batra braucht nur ,Buh’ zu sagen.“

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