Million für Kirchentag in Leipzig: Linke will Geld lieber in Straßen und Schulen investieren


Foto: André Kempner Eine Million Euro von der Stadt Leipzig für den 100. Katholikentag? Dagegen regt sich Protest. Auch die Linke im Stadrat äußert sich kritisch zu der Finanzspritze.
Der Streit um die Finanzspritze für den Deutschen Katholikentag 2016 in Leipzig geht weiter. Nach seinem Plädoyer für die Unterstützung des Großereignisses durch die Stadt übt die Ratsfraktion der Linken massive Kritik an Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD).

lvz online

Es gehe nicht darum, ob Leipzig eine Minderheit nicht unterstützen solle, sondern welche Prioritäten im Rathaus gesetzt würden, argumentiert der wirtschaftspolitische Sprecher William Grosser.

„Der 100. Katholikentag ist uns willkommen, auch wenn hier überwiegend Atheisten leben, auch wenn wir hier unsere lutherisch geprägte Kultur und Geschichte pflegen und zur Wendezeit die evangelischen Kirchen voll waren. Aber Leipzig ist leider auch eine arme Stadt, die Probleme hat, ihre sozialen Pflichtaufgaben zu erfüllen“, erklärte der Linken-Stadtrat in einer Mitteilung vom Mittwoch. Eine Million Euro für den Katholikentag sei eine „unverhältnismäßige Belastung für Leipzigs Stadtkasse“, so Grosser.

weiterlesen