Gelebte Tierrechte


Hilal Sezgin
Artgerecht ist nur die Freiheit
Verlag: Beck, München 2014
ISBN: 9783406659041
16,95 €
Die Journalistin Hilal Sezgin behandelt in ihrem neuesten Werk „Artgerecht ist nur die Freiheit“ ein wichtiges, aber weit gehend marginalisiertes Thema: die Tierethik.

Von Arne BaudachSpektrum.de

Sezgin wirft darin die Frage auf, wieso wir Menschen uns einen höheren Stellenwert zumessen als anderen Lebewesen. Zunächst erläutert sie Schlüsselbegriffe wie „Moralität“ und „Speziesismus“. Sodann hinterfragt sie, inwieweit wir Tiere für unsere Zwecke quälen, töten oder nutzen dürfen. Dabei hält sie den Lesern einen Spiegel als Konsumenten von Tierprodukten vor, was die Lektüre nicht immer angenehm macht. Dies tut sie jedoch auf unaufdringliche Weise und ohne belehrend zu wirken.

Grundsätzlich befürwortet die Autorin eine völlige Gleichberechtigung von Menschen und (anderen) Tieren. Deshalb hält sie es auch nicht für besonders überzeugend, statt zum Billigfleisch zum teureren Bioprodukt zu greifen.

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1 Comment

  1. Tierethik ist mit mosaisch-christlicher Religion nicht vereinbar. Da werden von Anfang an Schafe, Böcke und Lämmer geschlachtet, geopfert, gebraten und durch die Zähne geschoben. Tiere sind für die von jeher nur „Sache“. Da hält man sich eher an die göttliche Empfehlung: „Macht euch die Erde untertan“. Mit dem Begriff „Leben“ wird sowieso nur im eigenen Bezug umgegangen. Das der Mensch nur ein kleiner Teil vom vielfältigen „Leben“ auf dieser Erde ist, wird leider von den Mitgliedern dieser selbsternannten „Krone der Schöpfung“ ignoriert. Wie verlogen ist eine religiöse Gesellschaft die sich selbst Gebote, wie „Du sollst nicht töten“, auferlegt und diese unverblümt missachtet ? Andererseits ist es eine Tatsache, dass das Töten und das verzehren von Fleisch, unter den Lebewesen, von Anbeginn an Usus war und die evolutionäre Entwicklung bis zum heutigen Tag bestimmt hat. Also, liese sich darüber streiten, ob der Fleischgenuß jetzt gut oder böse ist. Nur ehrlich muß man sein und nicht sagen, „du sollst nicht töten“, dann aber voll zuhauen.

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