Minister: Tafeln dürfen nicht zum festen Bestandteil des deutschen Sozialsystems werden


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Die Essensausgabe für Bedürftige durch sogenannte Tafeln darf nach Ansicht des nordrhein-westfälischen Sozialministers Guntram Schneider (SPD) nicht zum festen Bestandteil des deutschen Sozialsystems werden.

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Ein würdevolles Leben dürfe nicht abhängig von Mildtätigkeit sein, sagte Schneider am Samstag in Dortmund bei einer Veranstaltung zum zehnjährigen Bestehen des Vereins „Dortmunder Tafel“.

Aktuell seien Tafeln sehr hilfreich und ein wichtiges Angebot, um die Folgen von Armut zu mildern, fügte der Minister hinzu. Nötig seien aber vor allem politische Konzepte. Neben besseren Ausbildungschancen sei ein Ausbau des sozialen Arbeitsmarkts zwingend notwendig, damit alle ein eigenes Einkommen erzielen könnten. In Deutschland gibt es mehr als 900 Tafeln, die an rund 3.000 Ausgabestellen Essen an Bedürftige verteilen.

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