Naher Osten: Öl ins Feuer


Israel und die pslästinensischen Gebiete galten lange als ressourcenarme Region, erst vor ein paar Jahren stieß man auf die Gas- und Ölvorkommen. (Foto: US Energy Information Administration)
Als ob der Nahe Osten nicht schon genug Konfliktpotenzial hätte: In Israel, Gaza und dem Westjordanland sind große Gas- und Ölvorkommen entdeckt worden. Der Reichtum führt nur zu weiterem Hass. US-amerikanische und russische Unternehmen kaufen sich in die Region ein und verschärfen damit die Lage. Von Ressourcenkriegen jedoch will niemand sprechen.

Von Susanne GötzeKLIMARETTER

„Moses schleppte uns 40 Jahre durch die Wüste, um uns an den einzigen Ort im Nahen Osten zu bringen, an dem es kein Öl gibt.“ Das soll die israelische Premierministerin Golda Meir 1973 bei einem Staatsbankett gesagt haben. Seitdem ist der Spruch ein Running Gag in Israel. Nun hat der Witz seine Pointe verloren – denn Israel ist reicher an fossilen Ressourcen als vermutet. Bisher waren Konflikte im Nahen Osten auch immer Kriege um knappe Ressourcen. Dabei ging es vor allem um Wasser und Land. Nun wird um Erdgas- und Erdölquellen gerungen.

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