‚Wir sollen sterben wollen‘

Mit Blick auf den drohenden Sterbehilfe-Dammbruch in unserer Kultur kann man unserem Land nur wünschen, dass dieses Buch es eine weite Verbreitung und Rezeption findet.

Von Peter Winnemöllerkath.net

Drei in eins. Das liefert dieses Buch von Axel Bauer und Andreas Krause Landt. Ein umfangreicher Abriss über den Suizid als solchen und die gesellschaftlichen Konsequenzen einer möglichen Erlaubnis des assistierten Suizid von Andreas Krause Landt bildet den Auftakt zu diesem Dreiklang. Weiter geht es mit einer Abhandlung von Axel Bauer aus medizinethischer und -historischer Sicht.

Den Schluss bildet Text von Reinhold Schneider, dem wohl größten katholischen Schriftsteller des vergangenen Jahrhunderts, über den Selbstmord.

Eine derartige Komposition lässt den Leser großes erwarten. Um es gleich vorweg zu nehmen, die Erwartungen des Lesers werden nicht enttäuscht. Wiewohl das Buch ein ordentliches Stück Lesearbeit erfordert. Es ist schon allein vom Thema her garantiert, dass es keine leichte Kost sein kann. Ein durch und durch lobenswertes Unterfangen der Autoren ist es, sich dieser hochemotionalen Fragestellung so sachlich und nüchtern, wenn auch zuweilen sehr pointiert anzunehmen.

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Wien: Schweinekopf-Attacken auf Islam-Zentrum

Gebet-islamMehrere Schweineköpfe wurden auf der Baustelle eines muslimischen Bildungszentrums in Wien-Simmering deponiert.

Die Presse.com

Auf der Baustelle eines muslimischen Bildungszentrums in Wien-Simmering wurden mehrere Schweineköpfe deponiert. In sozialen Netzwerken kursieren Bilder, die einen aufgespießten Schweinekopf auf einem Baugerüst zeigen. Der erste mehrerer Schädel wurde am 5. August aufgefunden, mittlerweile sind fünf Fälle bekannt, sagt ein Polizeisprecher der „Presse“.

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Christlicher Glaube braucht das Smartphone

Der christliche Glaube hat nichts mit einer Glücks-Philosophie zu tun, sondern ist am stärksten, wenn es um Leiden geht. Das sagt der christliche Psychologe Henning Freund vom Institut für Religion und Psychotherapie in Marburg.

pro Medienmagazin

Freund will zusammen mit der Universität Lüneburg untersuchen, wie sich eine Haltung der Dankbarkeit auf eine Therapie gegen Depressionen auswirkt. Dafür hat er eine App für Smartphones entwickelt.

Graumann: „Schlimmste Zeiten seit der Nazi-Ära“

Bild: brightsblog
Bild: brightsblog
Der Präsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, hat eindringlich vor einem durch den Gaza-Konflikt deutlich werdenden Antisemitismus in Deutschland gewarnt.

evangelisch.de

„Dies sind die schlimmsten Zeiten seit der Nazi-Ära“, sagte Graumann der britischen Tageszeitung „Guardian“ (Online-Ausgabe). Auf den Straßen höre man Parolen wie „Die Juden sollen vergast werden“. Das habe es seit Jahrzehnten nicht mehr in Deutschland gegeben.

Graumann ergänzte, solche Slogans seien nicht dazu gedacht, israelische Politik zu kritisieren. „Es ist purer Hass auf Juden, nichts anderes“, sagte der Zentralratspräsident. Er warnte zudem, dies sei nicht nur ein deutsches Phänomen.

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funny girl. Witze reißen in der Burka

funny girl © Diogenes Verlag
Eine junge muslimische Frau will Comedy machen: Ihre Familie verstößt sie, die Presse feiert sie als Sensation und im Internet hagelt es Morddrohungen. Und dann kommt doch alles ganz anders als man denkt – das neue Buch von Anthony McCarten.

Von Gabriele VoßkühlerMiGAZIN

Wir schreiben das Jahr 2005 und die britische Hauptstadt steht nach den Terroranschlägen auf das Nahverkehrssystem unter Schock. Vor diesem Hintergrund fasst eine junge Frau mit kurdischen Wurzeln den Entschluss Stand-up-Comedian zu werden. Ihr Name ist Azime. Im Hinterzimmer des väterlichen Möbelladens in Nordlondon sammelt Azime heimlich ihre besten Comedy-Nummern und träumt von einem anderen Leben. Ihre Eltern wollen aber nur eins: die älteste Tochter so schnell wie möglich unter die Haube bringen. Doch Azime fasst einen wagemutigen Entschluss: Sie will die erste Burka tragende Bühnenkomikerin der Welt werden. Der Rausschmiss von zuhause und anonyme Morddrohungen sind der Preis, den Azime für ihre nun beginnenden Bühnenerfolge zu zahlen hat. Und da ist auch noch der vermeintliche Ehrenmord an einer kurdischen Schulfreundin. Azime versucht die fragwürdigen Umstände ihres Todes aufzuklären.

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Kirchen, Kapital und Misstrauen

Bild: tilly
Bild: tilly

Die Evangelische Kirche in Deutschland(EKD) bedauert Irritationen bei der Neuregelung zur Kapitalertragssteuer, die offensichtlich zu mehr Kirchenaustritten führt.
Es geht nicht um die Deutlichkeit einer Sache, die keine neue Steuer ist. Der christliche Steuerbürger ist nicht so blöde um die Unterschiede nicht zu sehen und zu erkennen. Er erkennt, dass die Kirche mit ihren Milliarden-Einnahmen, ihrem Immobilienbsitz und ihren Verwaltungsstrukturen ein normaler Konzern ist. Dort, wo eigentlich Spiritualität und das Wort Gottes verkündet werden sollen, geht es in erster Linie ums Geld. Die Pfaffen und ihre kirchlichen Strukturen wollen leben, gut leben. Die Verkündung Gottes ist ans Kapital gebunden und so stellen die Kirchen eine gesellschaftliche Struktur dar, die sie nicht von anderen wirtschaftlichen Einheiten unterscheidet.

Die Steuerdaten der Bürger werden zukünftig von den Kirchen abgefragt. Die Banken ziehen automatisch Kirchensteuer, die aus Kapitalsteuererträgen fällig wird, ab. Gesetzgeber und religiöser Klüngel quetschen den Bürger aus. Auch klar, Kirchen lassen sich nicht mit ein paar Ave Marias leiten und verwalten. Der Bürger spürt, seine Kirche misstraaut ihm, Generalverdacht im Gotteshaus. Glücklich und gelassen können die sein, die nicht auf den Zahllisten der Götzendiener stehen. Vertrauen ist keine Einbahnstraße, warum also sollte der religiöse Steuerbürger, der unter Generalverdacht gestellt wird, noch seiner Kirche vertrauen? Es gibt keinen Grund. Also tritt er aus. Behördlicher Datenabgleich mit Gottes Segen um die Pfründe der Kirchenbonzen zu sichern.
Die größten Arbeitgeber im Lande, deren soziale Einrichtungen zum großen Teil eh vom Steuerbürger bezahlt wird. Medizinische Einrichtungen die von den Krankenkassen und den gesellschaftlichen Sozialsystemen bezahlt werden.
Die Gier der Pfaffen ist unendlich, jedes Mittel recht. Wenn es ums Geld geht grenzenloser Pragmatismus. Diese Gier geht einher mit der Unterstützung der Politik.
Den Pfaffen geht es nicht um Steuergerechtigkeit oder gar um eine einfache Verfahrenslösung, Seligkeit hat ihren Preis. Und so lügen sich die Pfaffen wieder in die Taschen, meinen, dass man den neuen Kirchensteuereinzug zu wenige mit den Menschen kommuniziert habe. Quatsch. Es geht ums Geld, um nichts anderes.

The Theory of Everything

An upcoming film about the life and times of famed astrophysicist Stephen Hawking is going to be a real tear-jerker, if the newly released trailer is any guide.

By Mike WallSpace.com

The full-length trailer for the Hawking biopic, called „The Theory of Everything,“ was unveiled today (Aug. 6). The 2.5-minute trailer suggests that the film, which comes out in November, focuses heavily on the relationship between Stephen Hawking and his first wife Jane, whom he met while a graduate student at Cambridge University in England.

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Der größte Vollmond des Jahres behindert die Sicht auf Sternschnuppen

Bild: nasa
Bild: nasa
Wer welche sieht, darf sich was wünschen: Sternschnuppen sind selten und beeindruckend. Leider wird am Sonntag der Sternschnuppenregen der Perseiden nur mit ganz viel Glück zu sehen sein.

HUFFINGTON POST

Ein anderer Himmelskörper ist der Spielverderber: Der Mond.

Die Perseiden-Sternschnuppen, der aktivste Meteorstrom des gesamten Jahres, sind am Sonntag nach Sonnenuntergang (20:45 Uhr) sichtbar. Doch weil der Mond schon einen halbe Stunde früher aufgeht, könnte es zu hell sein, um viele der Sternschnuppen zu sehen.

Wegen des Mondlichts werden nach Erwartungen von Expertin Sabine Frank vom Sternenpark Rhön nur die größten Sternschnuppen zu sehen sein.

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„Homosexualität ist Gott widerlich!“ – Kein Bürgerpreis für Intoleranz und Fundamentalismus!

Am 20. Februar 2014 wurde die Leiterin des Hamburger Vereins MISSION FREEDOM, Gaby Wentland, vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) mit dem über 20.000 Euro dotierten Bürgerpreis als „Deutschlands Bürgerin des Jahres 2013“ ausgezeichnet.
Verliehen wurde Frau Wentland der Preis für Ihr Engagement gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution. Mit Streetworkern und einem Frauenhaus, das nicht offiziell anerkannt ist, meint die Pastorenfrau, Opfern von Zwangsprostitution und Menschenhandel zu helfen. Der Verein will nach eigenen Angaben bisher 23 Frauen und zwölf Kinder betreut haben.

openPetition

Ein hohes Maß öffentlicher Aufmerksamkeit erzielte Gaby Wentland mit der Geschichte einer Frau namens Lisa, die sie auch auf dem evangelischen Kirchentag 2013 und als Protagonistin in einer DVD-Produktion („Heiße Ware“) präsentierte. Die junge Frau soll angeblich mit acht Jahren von ihrem Vater in die Zwangsprostitution verkauft worden sein. Frau Wentland ignorierte die Hinweise der Großmutter des Mädchens auf eine psychische Erkrankung ihrer Enkelin, die ihre Zuverlässigkeit als Zeugin stark in Zweifel zieht. Frau Wentland ignorierte die Ermittlungsergebnisse des Landeskriminalamt Hamburg, die Lisas Behauptungen widerlegen. Jörn Blicke, Dezernatsleiter am Landeskriminalamt Hamburg, ist sich sicher: Diese Geschichte ist frei erfunden (Quelle: SPIEGEL-ONLINE, 27.12.2013). Mit ihren Falschaussagen konfrontiert, zog Frau Wentland den Film zurück, blieb aber bei ihrer Darstellung.

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Author of Bible Parody Book Receives Death Threats Before Attending Weekend Conference

Image: Friendly Atheist
Last year, I posted about a book called the Awkward Moments (Not Found In Your Average) Children’s Bible documenting many of the Bible’s little-known verses.

By Hemant MehtaFriendly Atheist

Like these pages quoting Exodus 21:20-21(image above)

The book was written by “Horus Gilgamesh” and illustrator “Agnes Tickheathen” (Agnostic Heathen) — both obviously pseudonyms. It received incredible reception online, becoming a mainstay atop Amazon’s books about atheism.

And now, despite the attempt at anonymity, their identities have been discovered by a Christian who just sent them a death threat:

Why Seattle? The authors will be there for the Atheist Alliance of America’s annual convention.

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Torsten Albig: Dodo des Monats Juli 2014

Dodo des Monats Juli 2014
Dodo des Monats Juli 2014



torsten_albigUnglaubliches, Unerhörtes und Unvorstellbares ist im Norden Deutschlands passiert. Schleswig-Holstein wurde am 12. Januar 1950, mit der durch den Landtag verabschiedeten Landsatzung, Bundesland. Eine Landesverfassung wollte man sich mit der Einheit Deutschlands geben. So weit, so gut. Den Autoren der nördlichen Landesverfassung unterlief ein unglaublicher Fehler, die Landsatzung hatte keinen Gottesbezug.

Die Kieler Affäre um den damaligen Ministerpräsidenten Uwe Barschel führte 1990 zu einer umfassenden Verfassungs- und Parlamentsreform, die im Gesetz zur Änderung der Landessatzung für Schleswig-Holstein vom 13. Juni 1990 mündete.
So umfassend war die Reform nicht, Gott hatte immer noch keinen Eingang in die Verfassung des Landes gefunden.
Im April 2013 wurde durch die Fraktionen des Landtages ein Sonderausschuss „Verfassungsreform“ eingerichtet, u.a. soll geprüft werden inwieweit man eine Präambel einführen kann. Und diese Präambel soll natürlich einen Gottesbezug erhalten. 64 Jahre kamen die Menschen in Schleswig-Holstein ohne jedweden Gottesbezug in ihrem grundlegenden Landesgesetz aus. Nichts passierte, Gott ließ es zu und die Menschen dachte nicht weiter darüber nach. Nach allgemeiner Einschätzung braucht es keinen Gottesbezug, hat ja auch funktioniert. Das wäre Denkökonomie. In der Debatte zum Gottesbezug in der Landesverfassung scheint es aber nur Wolfgang Kubicki zu sein, der zu rationalem Denken fähig ist.

Torsten Albig nun, im Kieler Landtag:“eine Verfassung ohne Gott sei für ihn „unvorstellbar.“ Das ist anstaltsreif. 60% der Menschen in Schleswig-Holstein seien Kirchenmitglieder. Das Land brauche „eine Verfassung, die zu diesem Glaubens- und Wertegerüst passt“. Wieviele von den 60% gehen denn überhaupt noch in die Kirche? Wieviele sind denn nur noch dem Taufregister nach Angehörige ihrer Kirche? Das Kulturchristentum der Menschen braucht keine Kirchen und die Austrittszahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Politiker jedweder Coleur reden den Pfaffen das Wort, negierend, dass sie völlig an der Lebensrealität der Menschen vorbeireden. Das hat Albig mit den meisten Politikern gemeinsam, Realitäts-und Lebensfremdheit. Gott ist die Präambel der Landesverfassung scheißegal, es ist wieder einmal das Bodenpersonal, welches sich religiös prostituiert.

Nur der weltanschaulich neutrale Staat kann allen Individuen seines Gemeinwesen gerecht sein. Erst jüngst ist die römische Spukgestalt,, katholischer Vize-Gott, beim Spiel mit der Politik grandios gescheitert. Vor rund 8 Wochen wurde im Vatikan ein Friedensgebet für den Nahen Osten installiert. Wochen später waren die Friedenswünsche aller Beteiligten einen Dreck wert. Gebete sind intellektuelle Autoerotik und bei etlichen Menschen wirken sie auch so.

Irdische Gesetze sind für oder gegen die Menschen, aber eben weltlich und befinden sich nicht im göttlichen Erfahrungsraum. Politiker denen Gott in der Politik fehlt, solche Zustände unglaublich finden, sollten professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, die Zurechnungsfähigkeit darf angezweifelt werden.

Bliebe noch die Frage zu klären, was mit den 40% Nicht-Christen, Anders-und Ungläubigen passiert? Die haben sich dann den obskuren Gotteswahn-Vorstellungen ihrer Politiker zu unterwerfen. Demokratie sieht anders aus. Albig dilettiert in religiösen Dingen, 40% seiner Bevölkerung sind eine Größe auf die verzichtet werden kann.

Zum Abschluss ein Zitat von Immanuel Kant:

Ich nehme erstlich folgenden Satz als einen keines Beweises benötigten Grundsatz an: alles, was außer dem guten Lebenswandel der Mensch noch tun zu können vermeint, um Gott wohlgefällig zu werden ist bloßer Religionswahn und Afterdienst Gottes.

(Kant, Werke Bd.7, Darmstadt 1968, S.842)

Herr Albig, herzlichen Glückwunsch zum Dodo und viel Spaß beim Afterdienst.

Antisemitismus: Wehret den Anfängen? Dafür ist es schon zu spät

Ein Jude trägt in der Mainzer Synagoge eine Kippa, die er mit einer Davidstern-Klammer befestigt hat. Sollten Juden in Deutschland sich angesichts eines aufflammenden Antisemitismus nicht mehr zu erkennen geben? Foto: dpa
Eben erst gehörte auch das Judentum zu Deutschland, es hatte eine Zukunft und ein Zuhause; nun wird den Juden von ihren Funktionären geraten, sich nicht erkennbar zu machen. Das Ende aller Illusionen.

Von Henryk M. BroderDIE WELT

Im September 1902, also vor beinahe 112 Jahren, als es noch keine Computer, kein Internet und keine E-Mail gab, als Artikel von Hand geschrieben und in Blei gegossen wurden, veröffentlichte der größte aller Satiriker, Karl Kraus, in seiner „Fackel“ einen Artikel über einen Prozess, bei dem es um das Verhältnis einer Petersburger Dame zu einem Wiener Anwalt ging. Sie hatte ihm Briefe geschrieben, die der Vorsitzende des Gerichts als „das Unflätigste, das eine Frau überhaupt schreiben kann“, beurteilte.

Was Kraus seinerseits zu der Feststellung veranlasste, „die richterliche Naivität“ gerate „jedes Mal in grenzenloses Staunen, sooft die Fabelkunde in den Gerichtssaal dringt, dass es in der weiten Welt so etwas wie außerehelichen Geschlechtsverkehr gebe“.

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China will eigene Version der christlichen Theologie entwickeln

Ostersonntag in der Da Nanmuo Kirche in Xinjan.Foto: dpa/epa Michael Reynolds
„Die Entwicklung der christlichen Theologie muss Chinas nationalen Bedingungen Rechnung tragen und mit Chinas Kultur zusammenpassen“, zitierten mehrere Staatsmedien am Donnerstag den Direktor von Chinas Behörde für Religionsangelegenheiten, Wang Zuoan. Christliche Theologie müsse mit Chinas sozialistischem Weg kompatibel werden.

Von Stephan Scheuerevangelisch.de

Wang Zuoan verwies darauf, dass bereits im vergangenen Jahr eine fünfjährige Kampagne angestoßen worden sei, christliche Theologie in China zu verbreiten. Dabei gehe es nicht um das Missionieren, sondern darum, „positives und richtiges theologisches Denken“ zu unterstützen, schrieben Staatsmedien.

Immer mehr Menschen bekennen sich in China zum christlichen Glauben. Besonders evangelische Religionsgemeinschaften registrierten einen großen Zulauf. Behörden schätzen die Zahl der Protestanten im Land auf 23 bis 40 Millionen Menschen. Jedes Jahr ließen sich rund 500.000 Menschen taufen.

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Karlheinz Deschner: Unsere tägliche Illusion gib uns heute!

Karlheinz Deschner 2006 in dem Filmporträt von Peter Kleinert und Marianne Tralau
Quelle: KAOS Film- und Video-Team

Am Sonntag nach Pfingsten feierte die evangelische und katholische Christenheit den Tag der Heiligen Dreifaltigkeit („Trinitatis“). Auf diesen Termin hat uns eine Mitarbeiterin des am 8. April nach langer Krankheit im Alter von 89 Jahren verstorbenen Kirchenkritikers Karlheinz Deschner hingewiesen (1). Sie schickte uns dazu diesen zu „Trinitatis“ passenden satirischen Text, den Deschner am 13. Juni 1993 anlässlich der Verleihung des von Walter Steinmetz gestifteten Alternativen Büchnerpreises an ihn vortragen ließ. Man findet ihn in dem 2013 erschienenen spannenden Beiheft zum 2013 bei Rowohlt erschienenen 10. Band seiner „Kriminalgeschichte des Christentums“. Er ist einer der zentralen Texte des Autors, die nicht die kriminelle Geschichte der Kirche beleuchten, sondern deren zutiefst fragwürdige Glaubens-Grundlagen.Die Redaktion NRhZ

Es war einmal ein alter Herr. Der lebte, mit vielen, vielen Jahren auf dem Buckel, lange ganz allein. Er lebt, schwer vorstellbar, doch finden wir uns damit ab, schon ewig, ohne Anfang, ohne Ende, im Vollgefühl der Allmacht, seines Wissens, seiner Güte.
Doch plötzlich hat er, gottweißwarum, das dauernde Alleinsein satt, die wenn auch noch so souveräne Solitüde, das Dolcefarniente tagaus, tagein, das ja auch unsereinem nicht bekommt. Ja, nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen. Oder wie Georg Büchner den Leonce sagen läßt: „Müßiggang ist aller Laster Anfang.“ Offenbar mußte sich die Omnipotcnz endlich betätigen, bestätigen. Brauchen doch auch wir immer wieder ein kleines Erfolgserlebnis. Und er hatte es nie!
Und seine grenzenlose Güte? Wohin damit? Und wollte er nicht auch verehrt, ein wenig angebetet sein, verherrlicht? War nicht, wer weiß, ein bißchen Eitelkeit im Spiel? Ein wenig Rachsucht gar, ein Zorn, hochheilig, sicher, der freilich einmal raus, der einfach sich entfalten, entladen mußte? Wie seine grenzenlose Güte? Beides zusammen, liebevoller Vater und Folterknecht in perpetueller Kooperation ?
Aber Hölle und Himmel beweisen es. Beide gleich vis-à-vis, damit man von diesem – Herrgott, wofür ist man Engel!, wofür singt man Halleluja! – ganz bequem in jene gucken und sich in all dem Teufelselend gehörig auch ergötzen kann, durch alle Ewigkeit, wie höchste Kirchenleuchten lehren. Alles schwer vorstellbar für unsern schwachen menschlichen Verstand. Aber es ist so. Die nackte Realität, Kurz und gut, so haut er eines Tages auf die Pauke, – haut — warum erst jetzt? Warum nicht früher schon? Nicht später? Warum, warum! In seiner Weisheit wußte er warum, ja, jetzt, jetzt wollte er, nach langer Lethargie ein ungeheurer Tatendrang, und haut, in schöpferischer Schaffenslust, das Universum kühn heraus; ob gleich komplett, ob erst im Ei, ob mit großem Knall, ob ohne, das alles, gott, ist eitles Klügeln, Spintisieren, vage Wissenschaft von Menschenköpfen, heute so und morgen so. Was zählt, sind Fakten. Und Faktum ist: alles war bestens geraten. Authentisch bezeugt. Und bloß Fieslinge, Mieslinge, zehnmal scheiterhaufenreife Kerle, denen nichts wunderbar, nichts heilig ist, selbst das Heiligste nicht, können da leugnen. Denn war der alte Herr allmächtig, konnte er alles. War er allgütig, wurde auch alles gut – ein sonnenklarer Fall.

Science Is Changing What It Means to Be Dead

Illustration by Hsiao-Ron Cheng/newrepublic.com
If you could freeze yourself until a future age, are you sure you’d want to?

By Judith ShulevitzNew Republic

There are worse ways to die than by freezing. To be sure, it’s extremely unpleasant, but only for a while. At first, the cold gnaws at your skin, which soon goes slightly numb, the blood shunted away from the surface to protect your inner organs. Your body shakes as it tries to gin up heat, your heartbeat quickens, your breath comes faster, but the farther your body temperature drops from its usual 98-plus degrees, the less you feel or understand. At about five degrees below normal, you develop amnesia. As more warmth seeps out, you grow apathetic, then fall into a stupor. Just before you lose consciousness, you may engage in a mysterious activity called „paradoxical undressing“ripping your clothes offprobably because at this point the blood floods back to your skin and you are suddenly very hot. Your kidneys start to fail. Urine may flow out of you, though you probably won’t notice; nor will you be aware that your breathing has now slowed while carbon monoxide builds up inside you. Your metabolism sputters like an engine out of gas. Your heartbeat becomes erratic. When your temperature sinks to about 75 degrees, your heart stops. Very shortly after that, your brain flatlines.

One of the ironies of hypothermia, the extreme loss of body heat, is that the attendant shutdown of somatic processes can save as well as kill you. A stilled heart and brain need little oxygen. A stalled metabolism slows the breakdown of cells and organs. This is why the frozen can sometimes be brought back to life. It’s also the reason doctors deliberately chill the living; it buys them time to operate on people suffering from cardiac arrest, extreme bodily trauma, and stroke. The virtues of cooling the injured have been known since the Greek physician Hippocrates recommended packing wounded soldiers in snow and ice, but the modern science of therapeutic freezing dates back around 80 years. Emergency-room physicians at the University of Pittsburgh Medical Center are preparing to take the procedure further by removing the blood of people likely to die from knife and gunshot wounds and pumping icy saltwater into their veins, reducing their body temperatures to 50 degrees. This is an unprecedented degree of frigidity, to be imposed with record swiftness. These doctors will flash-freeze their patients to apparent death in order to then have a better chance of keeping them alive.

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Porno-Dreh in Kirche: Täterin geschnappt

Pfarrkirche Hörsching Bild: Vowe: Weihbold Volker (OON)
Im Fall des illegalen Porno-Drehs in der Pfarrkirche Hörsching im Bezirk Linz-Land in Oberösterreich hat die Polizei die mutmaßliche Täterin geschnappt.

nachrichten.at

Das berichtete der „Kurier“ (Donnerstag-Ausgabe). Die junge Frau wurde wegen Herabwürdigung religiöser Lehren (§188 StGB) angezeigt. Ihr drohen im Fall einer Verurteilung bis zu sechs Monate Haft oder eine Geldstrafe von bis zu 360 Tagessätzen

Der Vorfall wurde im Juni öffentlich bekannt (wir haben berichtet), die Pfarre erstattete Anzeige. Der Frau wird vorgeworfen, zwei eindeutige Filme in der Kirche gedreht und zum Herunterladen ins Internet gestellt zu haben.

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