‚Wir sollen sterben wollen‘


Mit Blick auf den drohenden Sterbehilfe-Dammbruch in unserer Kultur kann man unserem Land nur wünschen, dass dieses Buch es eine weite Verbreitung und Rezeption findet.

Von Peter Winnemöllerkath.net

Drei in eins. Das liefert dieses Buch von Axel Bauer und Andreas Krause Landt. Ein umfangreicher Abriss über den Suizid als solchen und die gesellschaftlichen Konsequenzen einer möglichen Erlaubnis des assistierten Suizid von Andreas Krause Landt bildet den Auftakt zu diesem Dreiklang. Weiter geht es mit einer Abhandlung von Axel Bauer aus medizinethischer und -historischer Sicht.

Den Schluss bildet Text von Reinhold Schneider, dem wohl größten katholischen Schriftsteller des vergangenen Jahrhunderts, über den Selbstmord.

Eine derartige Komposition lässt den Leser großes erwarten. Um es gleich vorweg zu nehmen, die Erwartungen des Lesers werden nicht enttäuscht. Wiewohl das Buch ein ordentliches Stück Lesearbeit erfordert. Es ist schon allein vom Thema her garantiert, dass es keine leichte Kost sein kann. Ein durch und durch lobenswertes Unterfangen der Autoren ist es, sich dieser hochemotionalen Fragestellung so sachlich und nüchtern, wenn auch zuweilen sehr pointiert anzunehmen.

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2 Comments

  1. „Wir sollen sterben wollen“ Was für ein riesendämlicher Bullshit!

    „Wir sollen sterben dürfen, wie wir wollen“, so wird ein Schuh daraus. Stattdessen maßen sich Religioten an, Regeln aufzustellen, dass auch alle anderen nicht selbstbestimmt einem tatsächlich physisch quälenden Leben ein Ende setzen dürfen.

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  2. Das ganze Leben ist ständigen Regeln unterstellt. Die Hüter dieser Regeln muss es natürlich arg fuchsen wenn sich ihre Untertanen am Ende ihres irdischen Daseins emanzipieren, wenn sie letztendlich das tun was sie mögen und für sich selbst für richtig halten und sich, nicht mehr haftbar gemacht werden könnend, mutig und mit Selbstachtung, aus diesem System verabschieden. (Stinkefinger 🙂 )

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