Israel darf Mauer durch christliches Cremisan-Tal bauen


Dieses Foto entstand nicht im Berlin des kalten Krieges, sondern in Bethlehem. Bild: geo.de
Der Oberste Gerichtshof Israels stoppt den israelischen Mauerbau nicht. Er forderte die Regierung jedoch auf, Alternativen für den geplanten Mauerverlauf durch das christliche Cremisan-Tal zu prüfen.

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Verbindlich ist die Entscheidung des OGH nicht, sondern eine Aufforderung. Die israelische Regierung hat bis zum 4. September Zeit, zur Entscheidung Stellung zu nehmen. Für die Christen ist das Urteil eine Niederlage. Das israelische Gericht stellte den Mauerbau nicht in Frage und stoppte den Bau auch nicht im Abschnitt Cremisan-Tal.

Das Cremisantal wurde im 19. Jahrhundert vom Salesianerorden erworben, der dort ein Männerkloster und ein Frauenkloster gründete. Dazu gibt es Schulen und Werkstätten zur Ausbildung junger Palästinenser, vorwiegend Christen, aber auch Moslems. Im Tal leben nur Christen. Die landwirtschaftliche Nutzung des Bodens, der dem Orden gehört, erfolgt durch die im Tal wohnenden christlichen Familien (siehe eigenen Bericht Heilige Messe gegen den israelischen Mauerbau um Bethlehem – Nächste Woche entscheidet israelisches Gericht).

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