Nigeria: Mit Salzwasser und Hostien gegen Ebola


Ebolavirus, Bild: wikimedia.org/PD
Nigeria ist das vierte Land in Afrika, auf das die Ebola-Epidemie übergegriffen hat. Die Behörden versuchen, das Virus einzudämmen – auch die Kirche hilft mit. Aber viele Menschen vertrauen lieber auf Wundermittel.

Handelsblatt

Das Ebola-Virus hat das bevölkerungsreichste Land Afrikas erreicht: Nigeria. Erschreckend ist, dass ein einziger infizierter Patient ausgereicht hat, um innerhalb kurzer Zeit mindestens neun weitere Menschen anzustecken – und eine ganze Nation in Angst zu versetzen.

Fast 170 Millionen Menschen leben in dem Land, das eine der höchsten Bevölkerungsdichten des Kontinents aufweist. Um eine tödliche Epidemie zu bekämpfen, die sich durch Körperflüssigkeiten wie Schweiß, Blut oder Speichel überträgt, sind das ungünstige Voraussetzungen.

Die katholische Kirche hat immerhin schnell reagiert: Auf Weisung des Kardinals John Onaiyekan wird das Händeschütteln während des Gottesdienstes als Friedensgruß zunächst abgeschafft.

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3 Comments

  1. Überall wo das Christentum die Gangart bestimmt,kommt so etwas dabei heraus.Das war bei uns im finsteren Mittelalter auch nicht anders.Verbot und Verhinderung von Bildung,Aberglauben,Glauben an Flüche und Dämonen,wenn schwere Krankheiten und Epidemien aufgetreten sind (Im Mittelalter war es u.A.die Pest) bei gleichzeitigen klerikalen Versprechen,durch Gebete,Wässerchen und Glaubensformeln alles wegbeten zu können.Das klerikale Christentum hat den afrikanischen Kontinent sehr lange im Würgegriff gehabt , wissenschaftlichen Fortschritt und Bildung (außerhalb des Bibelstudiums)verhindert.Das fordert sein Tribut.

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  2. Wen überrascht das eigentlich, mich nicht. Ich hatte in Nigeria 2 Projekte mit Kraftwerken für große Textilvabriken, weil 16 Stunden Stromausfall am Tag der normal Zustand war.

    Katholische Medizin heilt fast immer ohne Medikamente. Leiden wie AIDS, Krebs usw. heilen rote Beete, Olivenöl und Knoblauch. Antiretrovirale HIV-Therapien zeigen eine gute Wirkung, sie sind mit 900 US$/Jahr viel zu teuer und schmälern das Spendenaufkommen der RKK. Pastor Joseph Maina als Pfingstler in Nairobi heilt für 24 US$ HIV und AIDS mit Gebeten, die durch die Gnade Jesu „Geheilten“ sterben elendig. Englische Prediger raten gleichfalls HIV Kranken die Medikamente durch Gebete zu ersetzen, mit vielen Toten als Erfolg. Die HPV Impfungen schützt gegen sexuell übertragbare Papillomaviren als Krebs Verursacher. Nach der “Freedom of Information” Umfrage führen 29% englischer Schulen in 152 Schulbezirken aus religiösen Gründen keine HPV Impfungen an 12 – 13 jährigen Mädchen mehr durch.

    Für Gottesschwurbler ist die Bibel ebenso ewig wahr wie jeder Dämonenspuk, Geisteszauber und Medizin-Humbug selbst ernannter Heiler und Beschwörer. Diesen Menschen ist die Konsequenz ihrer Handlungen egal, sie sehen nur den persönlichen Profit. Danach geht man zur Beichte und ist das gereinigte Unschuldslamm mit gepolsteter Sitzbank im Paradies Da das Christentum generell auch nicht anders handelt, warum sollte man von Vollidioten Besseres erwarten

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