Pfusch am Bau: Herodes wurde beim Bau der Klagemauer übers Ohr gehauen


Vom Jerusalemer Tempel sind heute noch die Grundmauern erhalten. So etwa die Westmauer, im Deutschen auch Klagemauer genannt.
Reuters
Niemand ist unfehlbar – nicht einmal Herodes der Große. Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass er bei der Errichtung des Tempelberges in Jerusalem von seinen Steinmetzen übers Ohr gehauen wurde.

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Herodes der Große wurde bei einem seiner geschichtlich wichtigsten Großprojekte vermutlich von seinen Steinmetzen hintergangen: Bei der Erweiterung des Jerusalemer Tempelbergs und dem Ausbau seines zweiten Jüdischen Tempels lieferten sie immer wieder Steinquader von schlechter Qualität, wie nun israelische Wissenschaftler herausgefunden haben wollen. Die Folgen sind gut sichtbar.

Nach der Zerstörung des Tempels durch die Römer im Jahr 70 unserer Zeitrechnung liefert heute nur noch die westliche Stützmauer des Tempelbergs architektonisches Zeugnis dieser Epoche. Die „Klagemauer“ ist von Erosions-Ritzen durchzogen, in die jüdische Gläubige traditionell Zettel mit Gebeten und Fürbitten stecken: Viele der mehrere Kubikmeter großen Steinquader zeigen starke Witterungsschäden, während andere ihre 2000-jährige Geschichte unversehrt überstanden.

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