Journalismus in Gaza


Auch bei Propaganda und falschen Informationen gilt es für Journalisten, die Wahrheit herauszufinden
Foto: fabcom / flickr | CC-BY-NC 2.0
Journalisten sollen neutral berichten. Sie dürfen sich von schrecklichen Kriegs-Bildern nicht auf eine Seite ziehen lassen. Sie sollen die ganze Wahrheit zeigen. Wie schwierig sich diese Anforderungen in der Praxis umsetzen lassen, zeigen Erfahrungsberichte von Journalisten, die über den Gaza-Krieg berichten.

pro Medienmagazin

Laut dem Pressebüro der israelischen Regierung sind 705 Journalisten aus 42 Ländern nach Israel gekommen, um den Gaza-Krieg zu dokumentieren – zusätzlich zu den bereits etwa 750 ausländischen Journalisten, die bereits im Land arbeiten. Während der Operation „Wolkensäule“ gegen die Hamas im November 2012 waren 303 zusätzliche Journalisten angereist.

Das Pressebüro war in den vergangenen Wochen darum bemüht, den Medienvertretern ein umfassendes Bild des komplexen Konfliktes zu vermitteln. Es hatte für die Journalisten in Aschkelon ein Medienbüro eröffnet. Wöchentlich organisierte es Touren, Besuche bei israelischen und palästinensischen Verletzten in Krankenhäusern in Israel, Pressekonferenzen mit Politikern und Militärs. Richard Kemp, ein ehemaliger Kommandeur der britischen Truppen in Afghanistan, informierte die Journalisten über die Herausforderungen von Häuserkämpfen und Guerillakriegen. Die Medienvertreter wurden Zeugen von humanitären Hilfslieferungen in den Gazastreifen.

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