Extreme Reaktionen auf Tod von Robin Williams—christliche Extreme ausgeblendet


Der Tod von Schauspieler Robin Williams hat gezeigt: Die rasend schnellen Reaktionen der Internetgemeinde auf solche tragischen Ereignisse können auch zum Nachteil werden
Foto: Ron Henry / flickr | CC-BY-NC 2.0
Dass die Internetgemeinde tausendfach und rasend schnell reagieren kann, ist ein enormer Vorteil – zuweilen verbreitet sie aber auch Hass und Niedertracht. Der Tod von Hollywood-Star Robin Williams hat beide Seiten der Medaille zum Vorschein gebracht. Eine Analyse von Moritz Breckner und Stefanie Ramsperger

pro Medienmagazin

Die Welt gerät in Aufruhr, wenn einer ihrer prominentesten Stars stirbt. Was ist passiert, sind die Todesumstände bekannt, gibt es erste Reaktionen? In den Redaktionsstuben herrscht Hochbetrieb, um den Lesern, Hörern und Zuschauern diese Fragen gut recherchiert beantworten zu können. Der Übereifer treibt jedoch manchmal denkwürdige Blüten. Um auch ja nichts zu verpassen, schickte der Sender ABC einen Helikopter zum Anwesen des Verstorbenen und übertrug live, was sich auf dem Williamsschen Grundstück zutrug. Das ist im US-Fernsehen zwar üblich, aber geschmacklos. Auf der Webseite von ABC forderte ein grelles Banner Zuschauer auf, die Berichterstattung vom Ort des Geschehens live zu verfolgen. Dann wurde ein Bild des Verstorbenen mit dem Satz „Die Angehörigen bitten während dieser schwierigen Zeit darum, ihre Privatsphäre zu respektieren“ gezeigt. Grotesk.

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